Institut für Waldbau

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Aufgaben

Der Aufbau und die Erhaltung gesunder Waldbestände beziehungsweise die Erarbeitung der dafür nötigen naturwissenschaftlichen Grundlagen stehen im Mittelpunkt der Waldbauarbeit.

Der Bogen der Forschungsvorhaben spannt sich von forstlichem Saat- und Pflanzgut über zweckmäßige Bestandesbegründung zu Methoden der Waldpflege, von der Erhaltung der genetischen Vielfalt zur Einrichtung von Naturwaldreservaten und Untersuchungen natürlicher dynamischer Prozesse.

In den Versuchsgärten werden verschiedene Methoden der Pflanzenanzucht in der Praxis erprobt.

Die Abteilung für Forsttechnik prüft forstliche Arbeitssysteme.


Abteilungen

Das Institut verfügt über ein akkreditiertes Forstsamenlabor, eine Klenge, eine forstliche Samenbank, Klonarchive und Samenplantagen

Das Museum für das forstliche Versuchswesen ist organisatorisch dem Institut für Waldbau angeschlossen.

Kontakt

Hauptstraße 7, A-1140 Wien
Tel. +43-1-878 38 /2207
Fax +43-1-878 38 /2250
Email: rudolf.litschauer@bfw.gv.at

Aus der Forschung


 

Anlage und Betreuung von Versuchsflächen zur Überprüfung waldbaulicher Fragestellungen

Projekt Nr. 2002-21 , Projektleiter Dipl.-Ing. Werner Ruhm

Das Projekt hat folgende Zielsetzungen:

  • Reduktion der Pflanzenzahlen und damit des zukünftigen Pflegeaufwandes bei der Bestandesbegründung, ohne Beeinträchtigung der Wertholzproduktion.
  • Rationelle Begründungsverfahren auf Trockenstandorten bzw. Erstaufforstungen mit überwiegender Schutz- und Wohlfahrtsfunktion.
  • Auswirkung von Weichlaubhölzern bei ihrer Integration (Füll- und Treibhölzer) in extensive Begründungskonzepte.
  • (Zeit)Mischungen zur Steigerung der Flächenproduktivität.
  • Anpassungsmöglichkeiten an vorhandene Altbestandesstrukturen und deren örtliche und zeitliche Entwicklungsdynamik bei Verjüngungsmaßnahmen.
  • Auswirkungen unterschiedlich starker intraspezifischer Konkurrenz auf das Wachstum junger Eichen- und Buchenbestände.
  • Einfluss intensiver Pflegemaßnahmen (Kronenschnitte, Astung) auf das Qualitätsniveau.

 
Buchen-Totholz  
Buchen-Totholz

Weitere Untersuchungen

Erarbeitung von Waldbaugrundlagen

Waldaufbau

  • Beobachtungen des Samenfalls, der Keimfähigkeit und der Entwicklung der Naturverjüngung.
  • Untersuchungen zur Naturverjüngung und deren Verbissbelastung auf einer Windwurffläche unter geräumten und ungeräumten Bedingungen.
  • Konzepte für rationelle Bestandesbegründung

Waldpflege

  • Konzepte für rationelle Bestandespflege insbesondere in Mischbeständen
  • Versuchsflächen zum Fragenkomplex "Erziehung von Edellaubbäumen".
  • Beobachtungen des Einflusses der Grünastung auf die Holzqualität (Holzverfärbung, Wundreaktion) von Vogelkirsche.
  • Beispielsflächen zur Problematik Laub-Nadelbaum-Mischungen und Edellaubbaum-Mischbeständen.
  • Unterschiedliche Erstdurchforstungsvarianten bei Eiche.
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Versuchsgärten

  Die Versuchsgärten in Mariabrunn und Tulln dienen schwerpunktmäßig der generativen und vor allem der vegetativen Vermehrung von Laub- und Nadelbaumarten für Maßnahmen zur Erhaltung der genetischen Vielfalt.

Mariabrunn

Im Versuchsgarten Mariabrunn befinden sich für Forschungszwecke ein Gewächshaus sowie, Saat- und Verschulbeetflächen von 4100 m². Im Gewächshaus werden weiters Veredlungen an Laub- und Nadelhölzern durchgeführt; ein Teil ist mit Einrichtungen für die Stecklingsvermehrung (Sprühnebelanlage) versehen. Auf den Freilandflächen werden vor allem Versuche mit Saaten und Containerpflanzen durchgeführt, wobei Fragen der Ernährung und der Eignung verschiedener Anzuchtsubstrate im Vordergrund stehen. Dem Versuchsgarten ist ein Arboretum angeschlossen.

Tulln

Der Versuchsgarten Tulln ist rund 11 Hektar groß, enthält Klonarchive, Mutterquartiere zur Gewinnung von vegetativem Vermehrungsgut, Erhaltungspflanzungen und Vermehrungsgutquartiere für die Anzucht und Prüfung von Versuchspflanzen.
Hier befindet sich auch das Kühlhaus mit der forstlichen Samenbank, das im Rahmen des Projektes "Beiträge zur Erhaltung der genetischen Vielfalt" eingerichtet wurde.

Dienstleistungen

Gesetzliche
Arbeiten

Forstliches Vermehrungsgutgesetz BGBl. I 110/2002
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
Verordnung zum Forstlichen Vermehrungsgut BGBl. II 480/2002
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:
  • §:

Datenbanken

  • Generhaltungswälder: Dr. Ferdinand Müller
  • Forstliches Vermehrungsgut: Dr. Ferdinand Müller

  • Naturwaldreservate-Datenbank : Dipl.-Ing. Karl-Manfred Schweinzer
  • Nationales Register - Liste über zugelassenes Ausgangsmaterial (laut Forstliches Vermehrungsgutgesetz §): Dipl.-Ing. Ilse Strohschneider

Waldbau-
Merkblätter

  • Nr. 2 Krissl, Wolfgang; Müller, Ferdinand: Begründung von Mischbeständen, 25 S., 1990
  • Nr. 3 Kilian, Walter; Müller, Ferdinand: Kulturbegründungseinheiten im Sturmschadensgebiet des nördlichen Alpenvorlandes (Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg) nach standortskundlichen Kriterien, 8 S., 1990
  • Nr. 4 Müller, Ferdinand: Anzucht, Kultur und Erziehung von Edellaubbaumarten, 26 S., 1991
  • Nr. 5 Müller, Ferdinand: Gen-Erhaltungswälder. Ein Beitrag zur Erhaltung der genetischen Vielfalt, 7 S., 1993

Lehrtätigkeit

Universität für
Bodenkultur

Dr. Georg Frank

  • Integrale Landnutzung, Habitatmanagement und Biotoppflege. Vorlesung (2stündig WS), Universität für Bodenkultur (Teamteaching gemeinsam mit Vacik, Schacht, Gossow, Holzner), Wintersemester 2000/01 http://www.lzk.ac.at/lva/H405.html

Kooperationen und Mitarbeit

Österreich

  • Nationales Programm zur Erhaltung forstlicher Genressourcen (Dr. Ferdinand Müller)
  • Geschäftsführung der ARGE für Waldveredelung und Flurholzanbau (Dr. Ferdinand Müller)
  • Waldbaureferententagung (Dr. Ferdinand Müller)
  • Fachausschuß für Waldbau des Österreichischen Forstvereins (Dr. Ferdinand Müller, Dr. Georg Frank)
  • Forstgartenleitertagung (Dipl.-Ing. Ilse Strohschneider)
  • Kontrollbeamtentagung (Dipl.-Ing. Ilse Strohschneider)
  • Expertenbeirat Biodiversitätsmonitoring des BMLFUW (Dr. Georg Frank) Universität für Bodenkultur, Institut für Waldbau
  • Umweltbundesamt
  • Universität Wien, Institut für Ökologie und Naturschutzforschung
  • Nationale Biodiversitätskommission (Dr. Georg Frank)
  • Vorstand PRO SILVA AUSTRIA (Dr.Georg Frank)
  • Integrated Monitoring - Nationalpark Kalkalpen (Dipl.Ing. Werner Ruhm)
  • Fachausschuß für Waldbau und Naturschutz des Österreichischen Forstvereins (Leiter: Dr. Georg Frank, Dr. Ferdinand Müller)

International

  • Innerstaatliche Koordination der Aufgaben, die sich aus der Helsinki-Resolution H2 "Allgemeine Richtlinien für die Bewahrung der Artenvielfalt europäischer Wälder" ergeben. ( Dr. Georg Frank)
  • Vertretung Österreichs im Ständigen Ausschuß für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen, forstlicher Bereich, Brüssel (Dr. Ferdinand Müller)
  • OECD, Forstwirtschaft, Forstliches Vermehrungsgut, Vertreter Österreichs (Dr. Ferdinand Müller)
  • Strasbourg Resolution S2 "Erhaltung forstgenetischer Ressourcen" EUFORGEN-Edellaubbaum-Netzwerk, Vertreter Österreichs (Dr. Ferdinand Müller) 
  • COST E27 - Protected forest areas in Europe - analysis and harmonisation (PROFOR) (Chairman: Dr.Georg Frank, Dipl.-Ing. Karl-Manfred Schweinzer)
  • MCPFE Ministerial Conference on the Protection of Forests in Europe - ad hoc working group on "Biodiversity, Protected Areas and Related Issues" (Dr. Georg Frank)
  • Convention on Biological Diversity - contact officer for national report, roster of experts (Dr. Georg Frank)

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