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Herkunftsauswahl Karte Genetische Vielfalt Samenplantagen Vermehrungsgut Autochthonie Erhöhte gen. Vielfalt Saatguterntebestände Saatgut Pflanzgut ges. Regelung Herkunftsgebiete Zulassungszeichen Höhenstufen
Kennzeichnung |
Forstliches Saat- und PflanzgutNahezu die Hälfte Österreichs ist mit Wäldern bedeckt, die Schutz-, Nutz-, Erholungs- und Wohlfahrtsfunktionen erfüllen müssen. Dazu müssen sie an die mannigfaltigen klimatischen und standörtlichen Anforderungen in hohem Maße angepasst sein. Die unterschiedlichen standörtlichen Voraussetzungen spiegeln sich in den natürlichen Waldgesellschaften wider. Auf einem durch Klima, Bodenmerkmale, Wasserhaushalt etc. charakterisierten Standortstyp stellt sich unter naturnahen Verhältnissen eine bestimmte Kombination aus solchen Baumarten ein, die an diese Voraussetzungen am besten angepasst sind. Die genetische Vielfalt einer Baumart sichert das Überleben der Populationen bei gegenwärtigen Umweltbedingungen (Angepasstheit) und ist Grundlage für die Weiterentwicklung bei sich ändernden Klimaverhältnissen (=Anpassungsfähigkeit). Die entscheidende Weichenstellung bei künstlicher Verjüngung ist die Wahl des Forstlichen Vermehrungsgutes (Forstliches Saatgut, Forstliches Pflanzgut). Vermehrungsgut mit unzulänglicher Angepasstheit und Anpassungsfähigkeit verursacht nicht nur erhöhte Anfälligkeit gegenüber aktuellen Stressfaktoren, es werden auch künftige Generationen mit dieser Fehlentscheidung belastet. Somit sind hohe Ausfälle, unbefriedigender Zuwachs, Anfälligkeit gegenüber Schädlingen oder erhöhte Windwurf- und Schneedruckschäden vorprogrammiert. Für die Erzeugung von Wertholz wird Vermehrungsgut benötigt, das auf Grundlage der genetischen Anlagen keine oder nur geringe Anteile von Jungpflanzen mit unerwünschten Wuchs- und Formmerkmalen aufweist. Daher sind forstlich erwünschte Eigenschaften bei der Auswahl von Saatgutquellen zu berücksichtigen. Um genetische Vielfalt und forstlich erwünschte Eigenschaften zu bewahren, ist die Identität des Forstlichen Vermehrungsgutes, das gewerbsmäßig national und international in den Handel kommt, zu sichern. Die Sicherung der Identität (="Herkunft") und der Kennzeichnung erfolgt durch eine gesetzliche Regelung. Da die Erbanlagen des Saat- und Pflanzgutes für den Konsumenten nicht erkennbar sind, muss bei heimischem Vermehrungsgut eine Kennzeichnung der "Herkunft" eines Vermehrungsgutes durch das Zulassungszeichen erfolgen. Das Zulassungszeichen bietet durch Angabe des Herkunftsgebietes und der Höhenstufe erste Informationen über die Quelle des Vermehrungsgutes. Weiterhin ist erkennbar, ob das Saatgut bzw. die daraus angezogenen Pflanzen von einem Saatguterntebestand oder einer Samenplantage stammt. Zusätzliche Auskünfte können beim Bundesamt und Forschungszentrum für Wald eingeholt werden. Für die Auswahl einer geeigneten Herkunft empfiehlt es sich, die Herkunftsempfehlungen zu nutzen. |
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