| "Verbesserung der Produktivität der Esche" - Charakterisierung, Selektion, Vermehrung und Weitergabe besser geeigneten Eschenmaterials an die Forstwirtschaft | |
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"Verbesserung der Produktivität der Esche" - Charakterisierung, Selektion, Vermehrung und Weitergabe besser geeigneten Eschenmaterials an die ForstwirtschaftWillkommen auf der Homepage des Projektes !Projektleiter: Dipl.-Ing. Dr. B. Heinze; Laufzeit: 2001- 2004. EU-gefördertes Forschungsprojekt (Contract nr: QLK5-CT-2000-00631) Koordinator: Dr. Gerry Douglas, TEAGASC, Irland. Ein junger Eschen-Bestand in Frankreich ZieleDas Projekt besteht aus drei Teilbereichen:
Das Institut für Forstgenetik arbeitet in den Bereichen 1 (molekulargenetische Charakterisierung) und 3 (Vorarbeiten für eine molekulargenetische Zertifizierung von Eschen-Vermehrungsgut) mit. Projektpartner![]() Eine internationale Forschergruppe arbeitet an diesem Projekt Koordinator: Gerry DOUGLAS Teagasc, Kinsealy Research Centre Dublin IRELAND Partner: Jean DUFOUR Station de Amelioration des Arbres Forestiers Centre de Recherches dOrleans Ardon FRANKREICH Andreas MEIER-DINKEL Niedersächsische Forstliche Versuchsanstalt Staufenberg Escherode DEUTSCHLAND David THOMPSON Coillte Teoranta, The Irish Forestry Board Research Laboratories Wicklow IRLAND Ned CUNDALL Forest Research Northern Research Station Midlothian GROSSBRITANNIEN Nathalie FRASCARIA-LACOSTE Université Paris-XI, ENGREF, Laboratoire Evolution et Systématique Orsay FRANKREICH Berthold HEINZE Institute of Forest Genetics - Federal Office and Research Centre for Forests (BFW) Wien ÖSTERREICH Jean-Francois HAUSMAN Centre de Recherche Public- Centre Universitaire (CRP-GL) Cellule de Recherche en Environnement et Biotechnologies (CREBS) Luxembourg LUXEMBURG Lars SOMER Vitroform Arslev DÄNEMARK Carolin GROTKASS Institut fur Pflanzenkultur Schnega DEUTSCHLAND Mauricio CAPUANA IMGPF CNR - Institute of Forest Tree Breeding Firenze ITALIEN Bart DE CUYPER Institute for Forestry and Game Management Hoeilaart BELGIEN Tim MARKS Crop Science Department Horticulture Research International Kent GROSSBRITANNIEN Dominique JACQUES Centre de Recherche de la Nature des forêts et du Bois Gembloux BELGIEN Andreas OTTITSCH The European Forest Institute (EFI) Joensuu FINNLAND Ein Beirat aus der PraxisDie Arbeiten im Projekt werden von einem Beirat begleitet, der sich aus
Vertretern von Waldbesitzerverbänden und Interessensvertretungen aus den
beteiligten Ländern zusammensetzt. Dieser Beirat soll vor allem bei der
Weitergabe der Forschungsergebnisse an die forstliche Praxis beratend mitwirken. Aufgaben des BFW im ProjektverlaufEschen in SamenplantagenÖsterreichische Eschen-Klone, die für Samenplantagen selektioniert wurden, sollen in ihrer genetischen Zusammensetzung untersucht werden. Dazu werden Mikrosatelliten-DNA-Marker verwendet, die von einem Partner-Labor in Paris entwickelt wurden. Samenchargen, die in Österreich gehandelt werden, sollen mit denselben Mikrosatelliten untersucht werden. Damit sollen die selektierten Klone mit dem tatsächlich gehandelten Material aus Saatgutbeständen verglichen werden. Die Folgerungen daraus sind für die weitere Auswahl und Anlage von Samenplantagen und für die Auswahl von Saatgutbeständen wichtig. Chloroplasten in EuropaFür das ganze europäische Verbreitungsgebiet der Esche sollen Chloroplasten-DNA-Typen kartiert werden, die großräumige genetische Unterschiede sichtbar machen. In detailierteren Untersuchungen werden dichtere Karten für Irland und Zentraleuropa erstellt. Ebenso soll ein Übergangsgebiet zwischen mindestens zwei Chloroplasten-Typen im Detail untersucht werden. Als Untersuchungsmethode stehen dafür die Chloroplasten- DNA-Primer aus der Datenbank und die HPLC-Anlage zur Verfügung. Bestäubung in einem isolierten BestandIn einem relativ kleinem, von anderen Eschen isolierten Bestand soll untersucht werden, ob der Pollen zur Befruchtung der Blüten hauptsächlich von Bäumen innerhalb des Bestandes kommt, oder ob er eher von aussen eingeweht wird. Dafür werden wieder die Mikrosatelliten verwendet, mit denen "Vaterschaftstest" von einzelnen Früchten durchgeführt werden. Die Folgerungen aus den Bestäubungsverhältnissen bei der Esche sind wichtig für zukünftige Maßnahmen der Generhaltung, der Saatguternte, und der Anlage von Samenplantagen. Quirleschen und BastardeÖsterreich befindet sich am äußersten Rand des Verbreitungsgebietes der Quirlesche, Fraxinus angustifolia. Diese nahe verwandte Baumart besiedelt Auwälder, und hybridisiert offensichtlich mit der Gemeinen Esche. Wir wollen diese mögliche Hybridisierung im Detail untersuchen. In gemischten Beständen sollen Früchte von den beiden Baumarten geerntet werden und mittels Vaterschaftsanalyse der Anteil an Hybrid-Samen geschätzt werden. Rückschlüsse aus den Ergebnissen liefern wieder wertvolle Daten für Saatgutgewinnung und Generhaltung bei diesen Baumarten im Überschneidungsgebiet. ![]() Eine Knospe der Quirlesche ... und die Praxis ?Forschungsergebnisse, die verbessertes Saat- und Pflanzgut für die Praxis liefern, werden nur sehr zögernd von den Forstbetrieben und Baumschulen aufgegriffen - dieses Phänomen lässt sich in gang Europa feststellen. Eine sozio-ökonomische Begleitstudie im Rahmen des Projektes soll den Gründen für dieses Verhalten nachgehen. Dazu werden Umfragen und Interviews durchgeführt, und die Schlüsselelmente im Kommunikationsprozess identifiziert, um gerade mit diesen in Zukunft verstärkt arbeiten zu können. Zertifizierung von EschenAm Ende des Projektes sollen alle bis dahin erarbeiteten Methoden zur genetischen Charakterisierung von Eschen-Material zusammengefasst und auf ihre praktische Anwendbarkeit getestet werden. Dazu werden in einer Art "Ringtest" mehrere Labors Saatgut untersuchen, um AussagenüberHerkunft und genetische Bandbreite zu machen. Daraus erwarten wir uns Empfehlungen für eine zukünftige Zertifizierung von Pflanzenmaterial für diese wichtige europäische Baumart. Mitarbeiter am BFWBerthold Heinze (Projektleiter) Agnieszka Koziel (Dissertantin) VeröffentlichungenHeinze B., 2001: Verbesserung der Produktivität der Esche in Europa. Österreichische Forstzeitung, Leobersdorf, 112(6): S. 8-9 |
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