Beispielhaft einige Themenkarten:
pH-Wert Basensättigung Pb-Gehalt Cd-Gehalt
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Waldboden-Zustandsinventur
In den Jahren 1987 - 1989 wurde die
österreichische Waldboden-Zustandsinventur auf einem
8,7 x 8,7 km Raster durchgeführt. Ihr Ziel war es, den
Zustand der österreichischen Waldböden zu erfassen. Die Ergebnisse
dieser Untersuchung sind in den
Mitteilungen der Forstlichen Bundesversuchsanstalt in zwei Bänden (168/I
und 168/II; Preis ATS 250.-, Euro 17.-) erschienen. Es werden
Stickstoffhaushalt und Humus, Säurestatus und Basensättigung sowie
Schwermetalle als Immissionsindikatoren besprochen. Beziehungen zwischen der
mittleren Stickstoffzahl nach Ellenberg und dem mittleren C/N-Verhältnis
werden festgestellt. Mit Hilfe des C/N-Verhältnisses und der
Gesamt-Stickstoffvorrräte wird versucht, die Stickstoffversorgung von
Waldökosystemen abzuschätzen. Zur Beurteilung des
Säurestatus von Waldböden wird die Basensättigung herangezogen.
Dabei stellt sich heraus, dass knapp 30 % aller Böden eine sehr
geringe Basensättigung (< 15 %) aufweisen. Ein Teil dieser
stark sauren und entbasten Böden sind naturbedingte Podsole und
Semipodsole der Hochlagen oder saurer Silikatgesteine mit daran gut angepassten
natürlichen Waldgesellschaften. Es verbleiben insgesamt rund 10 %
stark saurer Böden, deren Profilaufbau und Standortbefund nicht im
Einklang mit der hohen Acidität steht. In diesen Fällen spielen
vermutlich sekundäre Versauerung und Bodendegradation eine
größere Rolle. Die gefundenen Pb- und Cd-Gehalte deuten auf eine
sich über das ganze Bundesgebiet erstreckende, jedoch unterschiedlich
Immissionsbelastung hin. Die Belastungen nehmen mit der Exposition der
Probefläche (also mit der Seehöhe) deutlich zu. Insbesondere sind die
nord- bis westexponierten Prallhänge des Alpennordrandes betroffen, was
ein deutliches Indiz für Fernemissionen ist. |