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Die Entwicklung der EDV 1975 bis 1999

Die elektronische Datenverarbeitung (EDV) wird 1953 mit den ersten rechnergestützten Auswertungen mittels einer Tabelliermaschine IBM 421 an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt eingeführt. Die Eingliederung der Waldstandsaufnahme als Institut für Forstinventur ab 1.1.1957 bringt für die EDV einen enormen Aufschwung. Bis zum Jahre 1979 sind Rechner der verschiedensten Modelle, hauptsächlich als Mietgeräte, im Einsatz.

1979

Nach dem Anschluß der FBVA an das Land- und Forstwirtschaftliche Rechenzentrum (LFRZ) im Juni 1979 wird, vorerst kurzfristig, auf Terminalbetrieb umgestellt. Die Verbindung mit der im LFRZ installierten Großrechneranlage Siemens 4004 erfolgt über Modem und Multiplexer. In der ersten Stufe sind vier Terminals für die Programmierer der FBVA vorhanden. Die Daten, vor allem die der Österreichischen Forstinventur, werden auf Lochkarten übertragen, ins LFRZ gebracht, dort gelesen und gespeichert. Die Kontrollen und Auswertungsarbeiten erfolgen über die erwähnten Terminals. Ergebnisse in Form von Ausdrucken werden dann wieder an die FBVA gebracht.

1979 erfolgt auch die Umstellung der Datenerfassung von Lochkarten auf Dateneingabe über Bildschirme. Zu diesem Zweck wird an der FBVA eine Remote-Station, DATA 100 mit 32 KB Hauptspeicher, einem Festplattenspeicher von 2,5MB, einer ebensolchen Wechselplattenstation, 1 Drucker und 4 Eingabeeinheiten installiert. Diese Anlage ist über eine Datenstandleitung, Modems und Multiplexer direkt mit dem LFRZ verbunden. Die Auswertung der Daten erfolgt nach wie vor auf der Rechenanlage des LFRZ, nur fällt nun der Transport der Lochkarten und Ergebnislisten weg.


1983

Eine Erweiterung der Remote-Station durch eine Magnetbandstation und die Aufstellung weiterer 4 Terminals bringt eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Die Anforderungen an die EDV wachsen ständig, daher wird 1985 der Plan ins Auge gefaßt, an der FBVA wieder eine eigene Rechenanlage zu installieren.


1986

Nach einer Ausschreibung kann an der FBVA eine lokale Rechenanlage in Betrieb gehen. Es ist dies ein Rechner der Fa. DIGITAL EQUIPMENT, VAX 730 bzw. 750 mit 5MB Hauptspeicher, 2 Festplattenspeicher (RA80 und 81) mit insgesamt 580MB Speicherkapazität, einer Magnetbandstation (TU80) und einem Systemdrucker (LP26) mit einer Geschwindigkeit von 600 Zeilen in der Minute. An diesem Mehrplatzrechner kann über Terminalanschlüsse vorerst an 15 Terminals gleichzeitig mit dem Rechner gearbeitet werden. Der Einsatz von 6 Datenerfassungsstationen (Rainbow 100) vervollständigt diese Anlage. Es ist nun wieder möglich, direkt vor Ort Daten zu erfassen, auszuwerten und Ergebnisse zu drucken.


1987

Der Hauptspeicher der Anlage wird um 8MB erweitert und weitere Bildschirmanschlüsse (12 über Interface DHU11) geschaffen.


1989

Die Anlage stößt an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Ein lokales Netzwerk wird installiert und ein weiterer Rechner, eine MicroVAX 3300 (28MB Hauptspeicher, 3 Festplattenspeicher mit einer Kapazität von zusammen 780 MB als Clusterrechner angeschlossen. Ein Terminalserver (DECSERVER 550) ermöglicht die Aufstellung zusätzlicher Terminals. 2 Bandstationen (TK70 und Exabyte) zur Datensicherung, 2 Laserprinter (LN03+), ein A0-Farb-Elektrostat-Plotter (BENSON 3036) und 16 weitere Bildschirme vervollständigen diese Anschaffung. Die gesamte Textverarbeitung, alle Auswertungen und auch grafische Gestaltungen werden in der Folge auf den VAX-Rechnern unter dem Betriebssystem VMS durchgeführt.

Die ersten PCs - ein COMPAQ 386/20E und ein Macintosh Iix - werden angekauft und in das Ethernet-Netzwerk integriert.


1990/1991

Der VAX 750-Rechner wird gegen einen VAX 4000/300 Computer ausgetauscht. Damit wird die Rechnerkapazität wesentlich erhöht. Mit 64 MB Hauptspeicher, 3 internen und 2 externen Festplatten mit einem Gesamtspeichervolumen von ca 3 GB, einem DSSI-Bussystem, einer zusätzlichen Bandstation, 5 Terminal- und einem Printserver sowie 24 zusätzlichen Terminals hat die FBVA eine leistungsstarke EDV-Anlage, die den vorläufigen Bedarf abdeckt. Für die Grafik-, Text- und Kartenerstellung werden neben einer VAXstation 3100 30/SPX mit 12MB Hauptspeicher und Gleitkommaprozessor noch 7 Arbeitsplatzrechner (Macintosh und MS-DOS) in das Netzwerk eingebunden.

Das Haus Wien Mariabrunn wird generalsaniert und ist bis zu diesem Zeitpunkt nicht in das lokale Netzwerk integriert.


1992

Sobald es der Arbeitsfortgang der Generalsanierung des Hauses Mariabrunn erlaubt, erfolgt der Aufbau eines lokalen Netzes mit 7 Thinnwire Segmenten, Servern und Terminals, und es wird eine VAXstation 3100/40 als Knotenrechner für das neu geschaffene EDV-Netz in Mariabrunn angeschafft. Der Ausbau des Netzwerks erfolgt durch Ankauf von 7 weiteren Arbeitsplatzrechnern.

Außerdem wird in Schönbrunn ein Layout-Arbeitsplatz geschaffen und mit einem Macintoshrechner (Quadra 950), der Software QuarkXpress und Photoshop ausgestattet.


1993

Die Plattenkapazität gelangt ans Ende der Leistungsfähigkeit. 4 Stück 2GB Festplatten werden eingebaut und der Hauptspeicher der VAX4000 um 128MB erweitert. Im Austausch des A0 Farbplotters und zum Einsatz beim Druckvorstufenrechner erfolgt der Ankauf eines Farbkopiersystems (AGFA 315), welches mit einem Raster-Image-Prozessor (RIP, CRA) und Scanner ausgestattet ist. Für die Häuser Mariabrunn, Schönbrunn und Innsbruck werden 8 Arbeitsplatzrechner (Macintosh und MS-DOS) angekauft.


1994

Der Prozessor des VAX-Rechners 4000/300 wird durch ein Modell 4000/600A ersetzt und so dem steigenden Arbeitsanforderungen Rechnung getragen. Die Plattenkapazität wird ebenfalls erhöht und durch eine RAM-Disk erweitert. Dies hat eine wesentliche Performancesteigerung, speziell beim verstärkten Einsatz der Hauptdatenbank-Software (ORACLE), zur Folge. Mit 12 weiteren Arbeitsplatzrechnern wird dem steigenden Trend "Zentral verwalten - dezentral arbeiten" Rechnung getragen.


1995

Das Netzwerk wird um 10 Arbeitsplatzrechner erweitert. Als Vorstufe für eine bevorstehende Intra- und Internetlösung wird ein Router (CISCO 2503) angekauft.


1996

Beginn einer Gesamtumstellung des Netzwerks an der FBVA. Als erstes werden 2 Server mit dem Betriebssystem WindowsNT und 9 Arbeitsplatzrechner angeschafft.


1997

In Schönbrunn und Mariabrunn erfolgt die große Gesamtumstellung des Netzwerks. Der bestehende Leasingvertrag wird abgeändert: Statt der VAX 4000 werden ein Alpha-Rechner mit 512MB Hauptspeicher mit dem Betriebssystem VMS, 2 weitere Server und 69 Workstationen mit dem Betriebssystem WindowsNT installiert. Die bestehenden Arbeitsplatzrechner werden, soweit dies möglich ist, ebenfalls mit diesem Betriebssystem ausgestattet. Das Netzwerkprotokoll TCP/IP wird eingesetzt.

Neben der bestehenden Thickwire-Verkabelung mit Anschlüssen über Transceiver und Terminalserver wird eine strukturierte Verlegung mit Kategorie 5 Kabel durchgeführt und über Netzverteiler, ausgestattet mit 10/100 Base Modulen, Stacks und Hubs, zusammengeführt.

Die Verbindung der beiden Netze, Schönbrunn und Mariabrunn, erfolgt über eine 64Kb-ISDN-Direktverbindung. Ein Direktanschluß an das ACCONET der UNI-Wien ermöglicht den Anschluß an das Internet. Als Sicherungskomponente wird eine Firewall (PIX-Firewall) installiert.


1998

Die Institute und Abteilungen in Schönbrunn und Mariabrunn werden weiter mit Arbeitsplatzrechnern und Abteilungsdruckern ausgestattet. Scanner und CD-Writer werden ins Netz eingebunden.

In der Außenstelle Innsbruck wird mit dem Aufbau eines EDV-Netzes begonnen, vorerst werden 2 Server installiert, die ebenfalls unter dem Betriebssystem WindowsNT betrieben werden.

Über alle Arbeitsplatzrechner kann die zentrale Datenbank nun auch für Verwaltungsaufgaben, wie z.B. Bestellscheinwesen, Reiseabrechnungen, Inventarverwaltung etc. eingesetzt werden.

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1999-06-22 (LinR/FeiH)    Index | Forschung | Publikationen