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Das Institut für Waldschutz untersucht biotische und abiotische Schadfaktoren und entwickelt Bekämpfungsstrategien. Im Rahmen des Pflanzenschutzdienstes nimmt es behördliche Aufgaben zum Schutz des Waldes vor Quarantäneschadorganismen wahr. Im Bereich der Luftreinhaltung schafft es die Datengrundlagen für gesetzliche Maßnahmen. Interdisziplinäre Waldschadensprojekte und Monitoring- erhebungen in nationalen und internationalen Kooperationen dienen als Basis für umweltpolitische Maßnahmen. Weitere wesentliche Aufgabenbereiche des Instituts sind die Information und die Beratung von Forstbetrieben, Forstbehörden, Ausbildungsstätten, Baumschulen und Privatpersonen.

Arbeits- und Themenschwerpunkte

Angesichts des dramatischen Anstieges der Borkenkäferschadholzmenge im Jahr 2003 als Folge der extremen Sommertemperaturen, der Dürre und der Sturmkatastrophe in manchen Alpentälern wurde vom Institut ab März 2004 in Teilen Österreichs ein Borkenkäfermonitoring aufgebaut.
www.borkenkaefer.at
Unbehandeltes Verpackungsholz bildet das ideale "Transportmedium" für die Verbreitung und Einschleppung von Schadorganismen aus fernen Ländern, die in ihrem neuen Verbreitungsgebiet verheerende Schäden am Baumbestand herbeiführen können. Verpackungshölzer aus außereuropäischen Ländern werden gemäß den EU-Richtlinien durch den Pflanzenschutzdienst Forst laufend kontrolliert.
Pflanzenanalysen dienen zum Nachweis forstschädlicher Luftverunreinigungen und zur Feststellung der Nährelementversorgung von Bäumen. Dazu werden im Herbst aus dem Kronenbereich Proben geworben, die im Labor auf ihren Schadstoff- und Nährstoffgehalt untersucht werden. Diese Analysen werden vorwiegend für die Landesbehörden durchgeführt und fließen in die forstfachlichen Gutachten u.a. zur Genehmigung von Industrieanlagen ein.
Ein wichtiges Tätigkeitsfeld des Institutes ist die Bewertung des Risikos für Wälder durch Luftschadstoffe. Ergebnisse aus langfristigen Monitoringerhebungen und aus interdisziplinären Bewertungen fließen in Modelle für regionale oder bundesweite Gefährdungsprognosen ein. Durch die Kooperation mit zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen werden Grundlagen für politische Maßnahmen zum Schutz der Wälder erarbeitet.
Die Prüfung und Entwicklung von alternativen Verfahren und Geräten zur Schädlingsbekämpfung mit besonderem Augenmerk auf umweltverträgliche (biologische) Methoden zählt zu den Aufgaben des Institutes.
Die Gesundheit von Gehölzen wird außer von abiotischen Faktoren auch von zahlreichen Organismen beeinträchtigt. Die Identifikation von Krankheitserregern ist eine zentrale Aufgaben des Institutes. Auf der Grundlage seiner langjährigen Erfahrung bietet das Institut für Waldschutz ein jedermann zur Verfügung stehendes Diagnoseservice sowie ein System zur Bestimmung von Schadensursachen anhand von Fotos und Textinformationen an (Baumkrankheiten, Schadinsekten, abiotische Ursachen für Baumschäden).
Die Wald-Wild (-Weide)-Problematik ist nach wie vor aktuell. Die Nutzung der Landschaft und des Waldes durch unterschiedliche Interessensgruppen führt oft zu erheblichen Konflikten. Unausgewogenheit von Wildbestand und Lebensraum führt zu Schäden in Wäldern und landwirtschaftlichen Kulturen. Kontrollsysteme und Lösungsansätze zu erarbeiten zählt zu den Aufgaben des Institutes.

Hauptaufgaben und Tätigkeiten

  • Entwicklung von Bekämpfungsstrategien gegen biotische und abiotische Schadfaktoren
  • Erhebung von Basisdaten als Datengrundlage für gesetzlichen Maßnahmen im Bereich der Luftreinhaltung
  • Erstellung von Gutachten über biotische und abiotische Schadfaktoren
  • Beratung von Forstbetrieben, Forstbehörden, Ausbildungsstätten, Baumschulen und Privatpersonen
  • Durchführung von Pflanzenanalysen zur Feststellung von Immissionseinwirkungen sowie der Nährstoffversorgung
  • Pflanzenschutzdienst - zum Schutz des Waldes vor Quarantäneschadorganismen

Kontakt

FBVA- Schönbrunn Institutsleitung Dipl.-Ing. Dr. Christian Tomiczek
Tel: +43-1-87838-1133
E-Mail: christian.tomiczek@bfw.gv.at

Institutssekretariat Doris Schuh
Tel: +43-1-87838-1131/1132
Fax: +43-1-87838-1250
E-Mail:
doris.schuh@bfw.gv.at
1131 Wien,
Seckendorff-Gudent-Weg 8
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04.06.09 | Tomiczek, C.
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