Kontrolle der Sendungen


Jene Sendungen, die nicht unter die 90%ige oder 15%ige Kontrollfrequenz fallen (die Auswahl erfolgt nach statistischen Grundsätzen) und nicht kontrolliert werden, erhalten eine direkte Freigabe mit einem amtssignierten Bescheid, der vom Anmelder unmittelbar nach Freigabe im System downgeloaded und ausgedruckt werden kann.
Die Freigabe einer Sendung durch das Bundesamt für Wald ist in jedem Fall dem Zoll vorzuweisen. Ohne diese Freigabe kann keine Verzollung durchgeführt werden. Das Freigabedokument ist gleichzeitig ein Gebührenbescheid. Die Gebühr ist im Amtsblatt des Bundesamts für Wald (Gebührentarif) festgelegt und wird berechnet nach Anzahl der Container und der überwiegend vorhandenen Warenkategorie (CN Code). Der Tarif ist für „Schreibtischfreigaben“ gleich hoch wie für physisch kontrollierte Sendungen.

Restgasmessungen
Aus gegebenen Anlässen möchten wir darauf hinweisen, dass die Restgasmessungen bei den zu untersuchenden Containern lückenlos durchgeführt werden müssen. Es wurden in der Vergangenheit bei diversen Containern aus China deutlich erhöhte Konzentrationen des hoch giftigen Gases Methylbromid bzw. andere Giftgase, die offensichtlich von chinesischen Firmen zur Schädlingsbekämpfung verwendet wurden, gemessen. Auch in solchen Fällen, wo keine Hinweise am Container oder bei den Frachtpapieren vorhanden waren, wurden diese Gifte noch festgestellt.
Um schwere gesundheitliche Schäden bei unseren Kontrollorganen aber auch bei allen anderen, beim Öffnen der Container beteiligten Personen zu vermeiden, musste die Frequenz der Restgasmessungen der zu überprüfenden Container auf 100% erhöht werden, auch wenn keine Hinweise auf Begasung vorhanden sind. Dadurch ergibt sich eine um ca. 10 Minuten längere Kontrolldauer pro Container und es erhöhen sich auch die Kosten, sofern die Restgasmessung nicht von den Bestimmungsortbetreibern selbst durchgeführt wird. Wir bitten diesen Umstand zu entschuldigen, die Maßnahme ist jedoch aus betriebsärztlicher Sicht unbedingt erforderlich.
Wir ersuchen Sie auch ihren Lieferanten dringend darauf hinzuweisen, dass im Falle einer in China durchgeführten Begasung, der Container anschließend entlüftet werden muss, bevor er nach Europa verschifft wird. Da wir nur etwa 15% aller Container vor Ort untersuchen und somit nicht bei allen Containern eine Restgasmessung durchgeführt wird, sollten alle Betriebe die derartige Sendungen erhalten, entsprechende Schutzvorkehrungen für ihre Mitarbeiter treffen, um schlimme Folgen bis hin zu Todesfällen bestmöglich zu vermeiden.


Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0

Autor: Hoyer-Tomiczek U., Krehan H.

Quelle/URL: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=10000