Schadensdiagnose zu Gehölzpflanzen



Am Institut für Waldschutz können Sie Pflanzen mit Schädigungen untersuchen lassen. Entweder Sie schicken die Pflanzenproben per Post oder Sie bringen die Pflanzenproben persönlich am Institut für Waldschutz vorbei. In den meisten Fällen kann die Bearbeitung des Schadensfalles im Beisein des Kunden ad hoc erfolgen.

Ablauf und Kosten der Untersuchung von Pflanzenproben

Entweder Sie schicken die Pflanzenproben per Post oder bringen uns diese am Institut vorbei (Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr, Anreise zum Standort Schönbrunn).

Nach einer makroskopischen Erfassung der Symptome bzw. der Schadorganismen folgen stereomikroskopische und im Bedarfsfall durchlichtmikroskopische, seltener auch Untersuchungen mit Hilfe des Rasterelektronenmikroskopes. Im Bedarfsfall werden auch Isolate von Mikropilzen bzw. Bakterien aus Gewebeproben gewonnen und die Organismen bestimmt bzw. einige andere Labortests durchgeführt. Bei Verdacht auf anthropogene Schadensursachen können die Pflanzenproben nach Rücksprache mit dem Kunden zur chemischen Analyse weitergeleitet werden, wobei hier zusätzliche Kosten anfallen.

Nach Abschluss der Analysen werden dem Kunden Maßnahmen zur Bekämpfung der Schadensursachen bzw. zur Vermeidung zukünftiger Schäden empfohlen (mündlich oder auf Wunsch des Kunden als schriftliches Gutachten).

Eine Diagnose ist meistens nur anhand von Pflanzen möglich, die zum Zeitpunkt der Probenahme noch gelebt haben. Dies gilt auch für Pflanzenteile: ein zur Gänze abgestorbener Ast ist ein weniger geeignetes Objekt als ein Ast, der noch lebende Gewebe aufweist. Da oft ganz bestimmte Phasen der Erkrankung für die Diagnose maßgeblich sind, empfiehlt es sich, Probenmaterial verschiedener Stadien (von fast gesund bis tot) einzusenden. Es gilt daher: lieber zu viele und zu große Proben, als zu wenig oder zu kleine.

Verpacken Sie Pflanzenproben möglichst sauber in Papier oder Pappkarton und senden oder bringen Sie die Proben so schnell wie möglich an das BFW. Eine Verpackung in Kunststoffsäcken führt oft zum Verfaulen oder Verschimmeln - eine Diagnose ist dann unmöglich.

Zur Probeneinsendung erbetene zusätzliche Daten
Eine optimale Diagnose von Schadensursachen an Bäumen und Sträuchern erfordert in den meisten Fällen eine Reihe von zusätzlichen Informationen über das Umfeld des Schadensauftretens wie zum Beispiel Standortsfaktoren, anthropogene Einflüsse während der vergangenen Jahre oder klimatische Besonderheiten.
Deshalb richten wir an Sie die Bitte, beiliegendes Formularblatt nach bestem Wissen auszufüllen und uns mit den Pflanzenproben zuzusenden.

Ihre Pflanzenproben adressieren Sie bitte an:
Bundesforschungszentrum für Wald,
Institut für Waldschutz
Seckendorff-Gudent-Weg 8
1131 Wien
Zusatzvermerk: Pflanzenproben

Mehrere Proben derselben Pflanzenart werden hinsichtlich der Kosten für die Bestimmung der Schadensursache als eine Probe gewertet. Das BFW ist verpflichtet, für Proben die tarifgemäßen Gebühren, die jährlich angepasst werden, zu verrechnen. Ausgenommen sind Einsendungen im "öffentlichen Interesse", die von Behörden oder Bundesdienststellen stammen. 

Für Untersuchungen von Einsendungen auf Schadensursachen gilt Kostendeckung, jedoch pro Probe (1 Baumart) und Schädlingsursache mindestens 59,00 Euro. Kleingutachten und sonstige schriftliche Ausfertigungen (1 bis 2 Seiten) im Original: 32,00 Euro.
Gutachten und sonstige schriftliche Ausfertigungen (3 bis 10 Seiten) im Original: 64,00 Euro (Stand: Tarif 2016)

Kontakt

Dr. Thomas Cech, Abteilung für Phyotopathologie
Tel: +43-01-87838-1147, E-Mail: thomas.cech@bfw.ac.at

Dipl.-Ing. Hannes Krehan, Abteilung für Entomologie
Tel: +43-01-87838-1128, E-Mail: hannes.krehan@bfw.ac.at

Dipl.-Ing. Bernhard Perny, Abteilung für Waldschutzinformation und -verfahren
Tel: +43-01-87838-1103, E-Mail: bernhard.perny@bfw.ac.at

Links

Schadensdiagnose-System: Hilfe zur Selbstbestimmung
Informationen über Schädlinge, Pilzkrankheiten oder andere Krankheitserscheinungen an Gehölzen: Online-Informationssystem (SDIS)



Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0

Autor: Perny B., Cech T., Krehan H.

Quelle/URL: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=3656