Institut für Naturgefahren


Das Institut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen versteht sich als Forschungseinrichtung zur Entwicklung von praxisorientierten Methoden zum nachhaltigen Schutz des menschlichen Lebensraums. Grundlagenforschung und kontinuierliche Beobachtung von relevanten Einflussgrößen sind genauso ein essentieller Bestandteil der Arbeiten wie die landschaftsbezogene und integrale Betrachtung der Naturgefahrenprozesse in Bergregionen. Die multiperspektivische Betrachtung der Einzugsgebiete unter besonderer Berücksichtigung des Waldes hat seit Gründung des Institutes zentralen Stellenwert.

Die Erforschung von Naturgefahren wie Lawinen, Hochwasser, Erosion und Rutschungen gewinnt unter dem Blickpunkt von Klimaänderung und gesellschaftlicher Entwicklung neue Bedeutung. Mithilfe des Einsatzes moderner Technologie wie Laserscanner, Apps, Radar Simulationsmodelle und "Zivile Drohnen" werden im Spannungsfeld zwischen historischer, gegenwärtiger und künftiger Nutzung und sich ändernden Naturgefahrenpotenzialen Grundlagen und Instrumentarien für das Risikomanagement von Regionen erarbeitet.

Arbeits- und Themenschwerpunkte

  • Langzeitmonitoring von Naturgefahrenprozessen und wichtigen Einflussgrößen in alpinen Einzugsgebieten
  • Führung von langjährigen Zeitreihen und Datenbanken
  • Entwicklung von Messmethoden und -einrichtungen
  • (Prozess-) analyse von Lawinen und Schneedeckeneigenschaften
  • Analyse von Abflussentstehung, Abfluss-, Transport- und Erosionsprozessen in Wildbächen und Rutschungsprozessen
  • Entwicklung und Optimierung von Modellansätzen für die Beurteilung von Naturgefahren

  • Untersuchung der Wechselwirkung Wald-Naturgefahren
  • Erarbeitung ökophysiologischer Grundlagen zur Beurteilung und Sicherstellung der Schutzwirkungen des Waldes im Besonderen in Waldgrenzregionen


  • Entwicklung und Optimierung von planerischen, technischen und temporären Schutzmaßnahmen
  • Risikomanagement
  • Erstellung von Anleitungen

Tätigkeiten

  • Monitoring von Wildbächen, Lawinen und Umweltmonitoring an der Waldgrenze
  • Entwicklung von Messreinrichtungen
  • Wildbach- und Lawinenschadensdatenbanken
  • Dokumentation und Datenbank von Rutschungsereignissen
  • Prozessforschung (Lawinen, Schneedeckeneigenschaften, Abflussentstehung, Erosion, Rutschung)
  • Entwicklung und Optimierung von Modellansätzen für die Beurteilung von Naturgefahren
  • Gutachten zu Gefahren- und Risikoabschätzung im Bereich Lawinen, Wildbäche und Rutschungen
  • Entwicklung und Optimierung von Schutzmaßnahmen
  • Erstellung von Richtlinien und Praxisanleitungen
  • Wissenstransfer und berufsbegleitende Weiterbildung
  • Durchführung von phytosanitären Kontrollmaßnahmen

Kontakt

Institutsleitung DI Dr. Karl Kleemayr
Tel: +43 (0) 512-573 933-5101
E-Mail: karl.kleemayr@bfw.gv.at

Institutssekretariat Simone Willburger
Tel: +43 (0) 512-573 933-5100
Fax: +43 (0) 512-573 933-5250
E-Mail: simone.willburger@bfw.gv.at


6020 Innsbruck,
Rennweg 1

1131 Wien,
Seckendorff-Gudent-Weg 8


Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0

Autor: Kleemayr K.

Quelle/URL: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=4300