Vortrag "Die Erfassung des Zwischenabflusses und dessen Regionalisierung" (18. Juni 2013, Wien)


In größeren Einzugsgebieten spielen lang anhaltende advektive Niederschlagsereignisse bei der Hochwasserentstehung eine zentrale Rolle. Solche Dauerregenereignisse waren in den letzten Jahren wiederholt Auslöser von Schadensereignissen, z.B. im Raum St. Lorenzen im Juli 2012. Bei solchen Niederschlagsereignissen gewinnen Zwischenabflussprozesse in Relation zum Oberflächenabfluss stark an Bedeutung. Über diese Abflussvorgänge ist das Wissen jedoch noch gering.

Im Rahmen des Projektes "Shallow Interflow", gefördert von der ÖAW, wurden in fünf gebietsrepräsentativen Standorten umfangreiche Untersuchungen auf der Plot- und der Hangskala durchgeführt. Zum Einsatz kamen dabei künstliche Beregnungen unterschiedlicher Intensitäten, boden-physikalische Analytik, geoelektrische Messungen zur Beschreibung der Untergrundstrukturen, sowie geoelektrisches Monitoring zur Verfolgung der Tracerausbreitung.

Die Übertragung der mit hohem Aufwand erfassten Punktinformationen in die Fläche erfolgte anhand hydrogeologischer Messdaten, geologischer oder geomorphologischer Karteninformationen, in zwei Gebieten unterstützt durch aerogeophysikalische Daten. Aufgrund dieser Datengrundlage konnte das N/A-Modell ZEMOKOST, ein Programm für die Abschätzung von Hochwasserabflüssen in Wildbacheinzugsgebieten, mit reellen Koeffizienten parameterisiert werden. Dabei konnten sehr plausible Abflussganglinien und -spitzen erzielt werden.

Ort und Zeit

Dienstag, 18. Juni 2013
15.00 s.t.
Geologische Bundesanstalt, Vortragssaal, Neulinggasse 38, 1030 Wien

Programm

Einladungsfolder

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0

Autor: Markart G.

Quelle/URL: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=9669