Kinderbetreuung: Sommer im Wald


Wien, Juli 2013 Im Sommer ist Organisationstalent gefragt, vor allem von Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Doch der städtische Ferienalltag kann auch ganz anders aussehen - ohne Stress und ausgeklügelter Logistik: gemeinsam zur Arbeit fahren, Pausen miteinander verbringen und zusammen Mittag essen. Um diese Vision auch in die Tat umzusetzen, wurde im Juli 2013 am Bundesfor-schungszentrum für Wald (BFW) am Standort Schönbrunn bereits zum dritten Mal eine vierwöchige Sommerferienbetreuung für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch für "Externe" angeboten. Startschuss für diese Einrichtung war ursprünglich das durch das Bundesministerium für Verkehr, Technologie und Innovation und FEMtech finanzierte Projekt ForstFEM, deren Mitwirkende sich gemeinsam mit dem Leiter Peter Mayer und dem Betriebsrat  zum Ziel setzten,© BFW
nachhaltig familienfreundliche Betriebsstrukturen im Haus aufzubauen. "Die Sommerbetreuung am BFW erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das schätzen unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr", resümiert Peter Mayer.

Unterwegs im Grünen

Das in einem Waldstück gelegene Gelände des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) ist für die Sommerbetreuung bestens geeignet. Die Kinder konnten - begleitet von zwei Pädagoginnen - die meiste Zeit im Freien spielen, auch wenn die Gelsen dieses Jahr so manche Kinderhaut plagten - Mückenspray und Sonnencreme waren daher fixe Begleiter der bunten Truppe, deren Mitglieder sich wöchentlich neu zusammensetzten. Basisstation und Rückzugsort war der eigens adaptierte Festsaal, der an den seltenen Regentagen für Bastelarbeiten, Ruhephasen und Präsentationen genutzt wurde: Ton kneten, Zeichnen, Recycling-Material verarbeiten, ein Zirkus-Programm einstudieren, dem Vortrag eines Imkers zuhören, der mit seinem mobilen Bienenstock anreiste. Bei den ganztägigen Ausflügen Richtung Zoo, Schokolademuseum oder Wasserspielplatz wurde ein Jausenpaket geschnürt oder Pizza bestellt. Manchmal, wenn die Sehnsucht groß war, kam auch ein Kindchen leise ins Büro getrappelt, aber im Grunde überwog die Tatsache, dass es selbst um fünf Uhr kein Nachhausegehen gab. Beim Abschlussgrillfest haben sich die Kinder schon für nächstes Jahr verabredet - Treffpunkt: Wald.

Eckdaten 29 betreute Kinder im Alter von sechs bis zwölf, davon 22 Mädchen, 60 verspeiste Pizzen, zehn Kilogramm verkneteter Ton, 60 angefertigte Fensterbilder und zwölf zurückgelassene Kleidungsstücke

Kontakt 
DI Michael Prskawetz, Institut für Waldinventur, DW -1242, michael.prskawetz@bfw.gv.at
Dipl. Biol. Ute Hoyer-Tomiczek, Institut für Waldschutz, DW -1130, ute.hoyer@bfw.gv.at


Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0

Autor: Schreck M.

Quelle/URL: https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=9748