Chronik der Forstlichen Bundesversuchsanstalt 1975 - 1999
 
FBVA-Chronik
Modernisierungsschub
Die vorliegende "Chronik 1975-1999" soll einen Überblick über die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre auf allen wesentlichen Sektoren bieten. Einen umfangreichen Teil davon bildet die Auflistung sämtlicher Projekte nach Fachgebieten. Weiters enthält die Chronik einen Überblick über die organisatorischen Veränderungen und baulichen Maßnahmen, die Entwicklung von Stellenplan und Budget, EDV und Publikationswesen, eine Auflistung von Anschaffungen über öS 200.000,--, aller Publikationen, die in diesem Zeitraum an der Forstlichen Bundesversuchsanstalt gedruckt wurden, von wesentlichen Gutachten des Hauses, der Versuchsflächen, die in den vergangenen 25 Jahren neu angelegt wurden sowie sämtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Institutsleiter von 1975 bis 1999.

In den letzten 20 Jahren ist es gelungen, die EDV laufend zu modernisieren und auszubauen, moderne Labors einzurichten, Geräte auf dem letzten Stand der Technik anzuschaffen und das Publikationswesen den neuesten Entwicklungen anzupassen. Darüber hinaus wurde auch das ehemalige Kloster Mariabrunn generalsaniert und zu einer modernen Forschungsstätte umgebaut, das Haus in Schönbrunn restauriert, eine Samenbank und Glashäuser neu gebaut und das Klimahaus auf dem Patscherkofel wieder instandgesetzt, um nur die wichtigsten baulichen Maßnahmen der letzten Jahre zu erwähnen. In Mariabrunn wurde außerdem das Museum für das forstliche Versuchswesen neu errichtet.

Ausgezeichnete Fachexperten wurden an die Forstliche Bundesversuchsanstalt geholt und zusätzlich zu den bereits vorhandenen Fachbereichen neue eingerichtet: So wurden u.a. eine Abteilung für Populationsgenetik und eine Abteilung für Biochemie begründet und die Meteorologie und die Bodenbiologie auf eine verbreiterte fachliche Basis gestellt.

Die Seckendorff-Gudent-Medaille wurde geschaffen, um Personen auszeichnen zu können, die sich um das österreichische forstliche Versuchswesen und die Forstliche Bundesversuchsanstalt besondere Verdienste erworben haben.

Im Jahr 1995 wurde die Medaille an Forstrat h.c. Dipl.-Ing. Walter Purrer und O. Univ.-Prof. Dr. iur. Dr. h. c. Manfried Welan verliehen, 1996 an den Präsident a. D. der Bayerischen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Dr. Robert Holzapfl und 1997 an Vizerektor O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Wolfgang Sagl, Reg. Rat Amtsdirektor Karl-Heinz Priesner und Dr. Johannes Abensperg und Traun.

Für das Gedeihen der Forstlichen Bundesversuchsanstalt ist neben guten Mitarbeitern und modernen Arbeitsbedingungen die enge Beziehung zur forstlichen Praxis und ihren Bedürfnissen und zur Universität für Bodenkultur als weiterer Stätte forstlicher Forschung in Österreich eine unverzichtbare Voraussetzung. Schließlich ist es auch wichtig, daß die breite Öffentlichkeit vom Nutzen der Forstlichen Bundesversuchsanstalt überzeugt ist.

Die Forstliche Bundesversuchsanstalt wurde vor 125 Jahren gegründet, um den österreichischen Wald in seinem Bestand zu retten und auf lange Sicht gesund zu erhalten. Dazu hat sie bisher beigetragen, und diese Aufgabe stellt sich auch in der Zukunft.

21.09.05 | Linhart, R.
FBVA © 1999