"Paula" folgt "Kyrill" ein Jahr später |
Abbildung 1: Gemessene Windgeschwindigkeiten (Quelle: ZAMG)
Neben Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen wurden vor allem die Betriebsflächen von Forstbetrieben und Waldbauern schwer in Mitleidenschaft gezogen (Abbildung 2). Besonders betroffen waren die Steiermark und Kärnten sowie Nieder- und Oberösterreich, in geringerem Ausmaß noch das Burgenland und Tirol. Nach den vorliegenden Schätzungen dürften österreichweit über 6 Mio. Festmeter Holz angefallen sein. Die Schadholzmengen sind vor allem in den am stärksten betroffenen Bundesland Steiermark wiederholte Male nach oben revidiert worden. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, wird sich erst am Ende der Aufarbeitungsmaßnahmen zeigen.
Abbildung 2: Nach dem Orkan „Kyrill“ innerhalb eines Jahres wieder schwere Schäden
Bekannt ist, dass die gesamte Kyrill-Schadensmenge die ersten Schätzungen um das Doppelte überschritten hat. Nach den Daten der Bezirksforstinspektionen aus der Dokumentation der Waldschädigungsfaktoren (DWF) sind 2007 insgesamt 8,8 Mio. Festmeter Windwurfholz angefallen (nicht nur durch die Jänner-Sturmereignisse) und die Borkenkäfer-Holzmengen haben das fünfte Jahr infolge die 2 Millionengrenze deutlich überschritten. Die Ausgangslage des Vorjahres und die schweren Schäden in den Orkangebieten lassen der Forstwirtschaft keine Atempause. Die vollständige Aufarbeitung der großen Holzmengen unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen kann nicht in kurzer Zeit erreicht werden. Die Borkenkäfer finden ein großes Angebot an Brutmaterial vor, die Borkenkäfer-Population wird zunehmen. Um eine drohende Borkenkäferkatastrophe abzuwenden, hat die Aufarbeitung so rasch als möglich und gereiht nach dem Grad der Gefährdung zu erfolgen Reihenfolge der Aufarbeitung).