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»Wir setzen auf eine umfassende Erhaltung und Bewirtschaftung des Waldes
durch kontinuierliche Pflege und Nutzung«
Pro Silva Austria
Tagung 2015 und 6. Vollversammlung
Wie so oft begann es mit einer Kalamität. Die Sturmkatastrophe von 1991 mit nachfolgenden Käferschäden, Blattwespenbefall und teuren Wiederaufforstungen waren im Forstbetrieb Stift St. Florian Anlass, nach Alternativen zum fichtendominierten Altersklassenwald zu suchen. Nach 20-jähriger Weiterentwicklung einförmiger Reinbestände hin zu strukturreichen Mischwäldern offenbart sich die Naturnahe Waldwirtschaft nunmehr in vielfältigen Erscheinungsformen. Arten- und strukturreiche Bestände sind angesichts der Seehöhe von 300 m nunmehr deutlich besser auf geänderte klimatische Veränderungen vorbereitet – Vielfalt hilft Risiko minimieren.

Thema mit Variationen: das Exkursionsziel am zweiten Tag liegt im oberen Mühlviertel nahe der Grenze zu Tschechien. Allein standörtlich und klimatisch herrschen im Forstbetrieb Grundemann-Falkenberg andere Rahmenbedingungen. Doch auch hier hat die natürliche Waldwirtschaft viele Gesichter. Auf der Grundlage von Standortsbetriebsklassen werden unterschiedliche, standortsangepasste Waldbaustrategien verfolgt. Angesichts des Klimawandels müssen vorausschauend künftige Erfolgspotenziale aufgebaut werden. Die Vielfalt ist letztlich Teil und Ergebnis eines situativen Waldbaues, bei dem die Naturnahe Waldwirtschaft nicht als Dogma sondern als Prinzip gelebt wird.

Programm (Einladungsfolder als Download)

16.Oktober 2015
12:00 Eintreffen der Teilnehmer, ev. Mittagessen individuell
13:00 Treffpunkt beim Busparkplatz (siehe Plan) Waldbegehung in den Stiftswald
Moderation DI Günther Flaschberger
Vorstellung des Betriebes - kalkschlagfreie Bewirtschaftung im Umwandlungsbetrieb (Ing. Othmar Aichinger)
Ergebnis einer Referenzflächenerhebung und Vorstellung des Projektes „ReSynatWald“ (DI Dr. Georg Frank, DDI Sebastian Lipp, DI Dr. Eckard Senitza)
Kurzvorträge im Zuge der weiteren Waldbegehung
Waldbewirtschaftung im Nördlichen Alpenvorland unter Berücksichtigung des Risikos (Ao. Univ. Prof. DI Dr. Eduard Hochbichler)
Standortsdiagnose und Empfehlungen für die Baumartenwahl (Dr. Franz Starlinger)
Wildmanagement und OÖ Abschußplanverordnung (DI Alfred Söllradl)
Konflikte an den Grenzen zum Siedlungsraum (Ing. Othmar Aichinger)

17:00 Rückkehr zum Stift
Grußworte von Propst Johann Holzinger in der Stiftsbasilika Sankt Florian und Hörprobe von der Brucknerorgel am Grab von Anton Bruckner
18:00 Beginn der Vollversammlung im Stiftskeller und Abendessen
19:00 Fortsetzung der Vollversammlung im Alto Monte - Saal
20:15 Vortrag Univ.Prof. em. Dr. Roman Türk
Flechten in Waldökosystemen - was zeigen sie, was sagen sie aus?

17. Oktober 2015
07:45 Abfahrt nach Reichenthal (Mühlviertel) per Bus
09:00 Begrüßung im Forstbetrieb Grundemann-Falkenberg
Waldbegehung im Revierteil Steinwald
Betriebsvorstellung und Bewirtschaftungskonzept auf Grundlage von Standorts betriebsklassen (Ing. Mario Leitner, Fa. Forstservice Pröll; und Dipl.-HLFL-Ing. Franz Reiterer)
Kleingruppendiskussion mit Ergebnisauswertung zu den Themen Nutzungseingriffe und Pflegeintensität im Überführungsbetrieb

10:30 Revierteil Hayrl
Demonstrationsflächen für Aufforstung und Pflege – Landesforstdienst Oberösterreich (DI Christoph Jasser)
Begehung durch den strukturreichen Wald
Bogenparcours (Dominik Grundemann)
13:00 Mittagsimbiss im Mühlen- und Museumsdorf (Wagnerei- und Flachsmuseum, Venizianergatter, u.a. )
14:00 Abfahrt
15:00 Ankunft St. Florian
02.09.15 | Bearbeitung: Lackner
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