Projektbeschreibung : 14130 - WÖP 2020

Projekt abgeschlossen (Ende der Tätigkeiten)  14130 - Machbarkeitsstudie WÖP 2020 - Waldökologische Plattform

Status: abgeschlossen
Tätigkeitsklasse: Projekt
Tätigkeitskategorie: AUSN - sonstige Aufträge national
Leistungsbereich: Forschung
Rechnungskreis: PW - Privatwirtschaftlich
Finanzierungstyp: D - Drittmittelfinanzierung 
Schwerpunktthema: BD - Wald und Biodiversität
Produktgruppe: FSO - Sonstige (Forschungs-)Projektförderung
Geplanter Beginn: 01.04.2014
Beginn: 01.04.2014
Geplanter Abschluss: 31.10.2015
Ursprünglich geplanter Abschluss 31.03.2015.
Laufzeit: 19 Monate
Abgeschlossen am: 31.10.2015
Verantw. Abt: Schutzwald und Naturwaldreservate
Verantwortlich: Georg Frank, Institut für Waldwachstum und Waldbau
Auftraggeber / Förderer: BIOSA Biosphere Austria
Externe Partner: BIOSA Biosphere Austria
Problemstellung: Die Biodiversitätsstrategie 2020 ist die Grundlage der Biodiversitäts-Politik der EU. Übergeordnetes Ziel ist der Schutz, die Wertbestimmung und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der von ihr erbrachten Dienstleistungen (ecosystem-services). Neben dem intrinsischen Wert der Biodiversität bezieht sich das Ziel der EU auch auf den großen wirtschaftlichen Wert der Ökosysteme und ihrer biologischen Vielfalt. Den Kosten der Maßnahmen zur Eindämmung des Verlustes an Biodiversität stehen ¿ wenn auch derzeit schwer abschätzbare ¿ Nutzen und Leistungen der Biodiversität gegenüber. Das konkrete Einzelziel 3B der Biodiversitätsstrategie sieht die Einführung von Waldbewirtschaftungsplänen oder gleichwertigen Instrumenten, die mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Einklang stehen, bis 2020 vor. Die Existenz eines solchen Waldbewirtschaftungsplanes auf Betriebsebene ist somit für Forstbetriebe ab dem Jahr 2020 Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Förderungen.
Projektziel: Das Vorhaben soll einerseits dazu beitragen, die Vorgaben der Biodiversitätsstrategie 2020 im Wald auf nationaler Ebene umzusetzen, andererseits sollen die durch die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie 2020 betroffenen Forstbetriebe (Forstbetriebe ab 200 ha) bei der Umsetzung auf lokaler Ebene unterstützt werden. Langfristiges Ziel ist daher auch die Erhaltung, Wiederstellung und Verbesserung der Waldbiodiversität und ihrer Ökosystem-Leistungen im ländlichen Raum.
Im Rahmen des Projektes sollen Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Gründung und Arbeitsweise einer waldökologischen Service- Plattform erarbeitet und geprüft werden. Darüber hinaus soll aufgezeigt und begründet werden, welche Arbeitsvarianten einer waldökologischen Service-Plattform bestehen, welche formalen und inhaltlichen Mindeststandards die Pläne erfüllen müssen, mit welchen Kosten bei der Planerstellung pro Einheit (z.B. Fixkosten und Kosten pro ha) zu rechnen ist und welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen. Die Service-Plattform soll im Anschluss und auf Grundlage der Ergebnisse dieses Projektes gegründet werden.
angestrebte Ergebnisse: Modell eines Waldbewirtschaftungsplanes mit besonderer Berücksichtigung der Biodiversität.
Publikation in Fachzeitschriften.
Konzept und Materialien für Fachveranstaltungen.
vorgesehene Arbeiten und Methoden: ¿ Grundlagenrecherche ¿ Klärung und Aufbereitung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördergrundlagen.
¿ Grundlagenrecherche ¿ Erarbeitung von naturschutzfachliche Kriterien der Planerstellung
¿ Erarbeitung von Varianten für Waldbewirtschaftungspläne einschließlich Mindeststandards
¿ Fallstudie ¿ Fördermodell, Kostenkalkulation
¿ Recherche und Verglich mit entsprechenden Konzeptionen anderer Mitgleidstaaten.
¿ Mitwirkung an Bedarfs-Analysen sowie begleitenden Maßnahmen zur Etablierung einer Service-Plattform in Absprache mit BIOSA Austria.
Vorgehen zur Verwertung des Wissens: Publikation in Fachzeitschriften.
Informationsmaterial für Interessensvertretungen und Waldeigentümer.
Fachveranstaltungen.
Einbezug vorh. Arbeiten am BFW: Naturwaldreservate-Programm; Biodiversitätsmonitoring für Bildungsgrundlagen in Naturwaldreservaten; Natura 2000 - Biogeographisches Seminar für die Alpine Region - follow up.
History: Klärung Datensicherung und Archivierung für geplante künftige Plattform erforderlich.
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