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Mäusefrass | english

Symptome    Nagespuren an zarter Rinde von Zweigen und Stämmchen junger Bäume bis zum Holz, dieses gelegentlich nur geritzt; Plätzefraß bis vollständige Ringelung. Befressen der Wurzeln junger Bäume und Heister, so dass oft nur mehr der Stummel der Hauptwurzel übrig bleibt. Ringfoermiges Abnagen der Rinde bis zu etwa einer Hand Breite über dem Boden. Abnagen zarter Zweige, Knospen und Triebe, besonders im Winter unter der schützenden Schneedecke. Frass von Waldsamen und Verschleppen derselben in Vorratslager. Fressen von Keimlingen forstlich erwünschter Pflanzen.
Bedeutung    Ver- und Behinderung der Waldverjüngung durch Samen- und Keimlingsfrass. Absterben von Einzelbäumen bis zum Ausfall ganzer Aufforstungen. Wachstumsbeeinträchtigungen und Schaffung von Eintrittspforten für verschiedene Pathogene durch die Verletzungen. Wachstumsanomalien und Verbuschung (Abnagen von Knospen).
Massnahmen    Ausbringen von Giftködern, am besten in Köderstationen. Fangen mit Mausfallen (Schlagfallen), auch mit eingegrabenen Kesseln, in die Mäuse stürzen, etc. Mähen und Entfernen des Mähgutes, um Ansiedlungsreiz für Mäuse zu minimieren. Mechanische oder chemische Entfernung von Unkräutern in und um Kulturen.
Betroffene Baumarten    Ahorn; Apfel; Birne; Buchs; Eberesche, Vogelbeere; Edelkastanie; Eiche; Elsbeere; Esche; Felsenbirne; Fichte; Hainbuche; Hartriegel; Hasel; Hollunder; Hopfenbuche; Kiefer; Kirsche; Laerche; Liguster; Linde; Maulbeere; Mehlbeere; Mispel, Deutsche-; Mispel, Zwerg-; Pappel; Platane; Rose; Tanne; Ulme; Walnuss; Weide; Weißdorn; Zuergelbaum;
Betroffene Pflanzenteile    Stamm; Trieb/Zweig/Ast; Wurzel;


Frassspuren einer Rötelmaus an einem Lärchenzweig
Rötelmaus: grossflächiger Frass an einem Lärchenstämmchen
Rötelmaus: Frassschäden an Stämmchen einer jungen Weißtanne
Schermaus: Frassschaden an Wurzeln einer jungen Fichte
Schermaus: Rübenartig zugespitze Wurzel durch massiven Frass


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