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Institut für Waldwachstum und Waldbau
Versuchsflächen

Versuchsfläche Nr. 340 - Weitra-Nebelstein

Flächendaten
Versuchskategorie Wuchsleistung - Heimische Baumarten 
Konzeption Der Versuch wurde als Ertragsversuch zur ausschließlichen Beobachtung des Wachstums und der Ertragsentwicklung der Tanne konzipiert. Es gibt daher keine unterschiedlichen Behandlungsvarianten.  
Versuchsort Weitra-Nebelstein 
BFI Waidhofen a.d. Thaya 
Bundesland Niederösterreich 
Seehöhe 950 m 
Wuchsgebiet 9.2 Waldviertel 
Baumarten Tanne;
Versuchsbeginn 2010 
Bestandesalter 32 Jahre 

Pläne
Parzellen/Kartierung Parzellenplan VFL 340
Kartierung [2010]

Ergebnisse
Kurzfassung Der Bestand wurde 1988 begründet und liegt auf einer Seehöhe von ca. 950 m am Fuße des Nebelsteins. Bei der Bodengruppe handelt es sich um einen Semipodsol, das Relief wurde als Mittelhang angesprochen. Der Bestand war zum überwiegenden Teil aus Tanne zusammengesetzt, auf Parzelle 2 war ein höherer Fichtenanteil vorhanden. Buche und sonstiges Laubholz kamen nur vereinzelt vor. Zwischen den beiden Parzellen wurde eine 4 m breite Rückegasse angelegt. Nach einer genauen Aufmessung der Versuchsparzellen im Mai 2010 wurde im November desselben Jahres die erste Auslesedurchforstung durchgeführt. Als Produktionsziel wurde Tannen-Starkholz mit einer Zieldimension von 70 cm festgelegt. Dazu wurden in einem ersten Schritt 150 Z-Bäume je Hektar ausgezeigt. Als Z-Baum-Kandidaten kamen nur Tannen mit einem H/D-Wert von höchstens 80 in Frage, die keine sichtbaren Schaft- und Kronenschäden aufwiesen und die als vorherrschend, herrschend oder mitherrschend angesprochen wurden. In einem zweiten Schritt wurde dann die Stammzahl auf die SOLL-Stammzahl von 1200 Stämmen/ha abgesenkt, wobei die Entnahme der Bäume in Teilschritten erfolgte: Zuerst wurden die Z-Bäume nach dem Verfahren von Johann (1982) mit einem A-Wert von 3,5 freigestellt. Da auf dieser Versuchfläche das Wachstum der Tanne im Vordergrund steht, wurde in einem zweiten Schritt der überwiegende Teil der Fichten entfernt. Lediglich dort, wo bei der Entnahme einer Fichte eine zu große Lücke entstanden wäre, blieb die Fichte im Bestand erhalten. Wo notwendig wurden in einem dritten Schritt noch weitere Bäume entnommen, um die angepeilte SOLL-Stammzahl zu erreichen. Bestandesinformationen finden sich in den Tabellen 1 und 2 sowie in Abbildung 1. Es ist anzumerken, dass für die Auswertung beide Parzellen mit der Rückegasse zusammengefasst wurden und auch in Zukunft zusammengefasst bleiben. Dies bildet ein realeres Bild ab, da auch bei der praktischen Bewirtschaftung der Einfluss von Rückegassen fast immer vorhanden ist. Weiters wurde (und wird) bei der Auswertung ein rechnerischer Pufferstreifen von 4 m berücksichtigt, um die Effekte einer möglicherweise unterschiedlichen Bestandesbehandlung außerhalb der beiden Parzellen zu verringern. 
Publikationen Bernot, R., Ledermann, T. (2011): Die Weißtanne nicht vergessen. Österreichische Forstzeitung, 122(4): 16-17.
Links Die Tanne - eine Alternative hinsichtlich des Klimawandels
Grafiken Bestandesgrundriss
Tabellen Bestandeskennzahlen 2010 (Alter 25)

Fotos
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Versuchsanlage im Mai [ 2010 ]
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Auszeige ADF November [ 2010 ]
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Auszeige ADF November [ 2010 ]
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Auszeige ADF November [ 2010 ]
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