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Institut für Waldwachstum und Waldbau
Versuchsflächen

Versuchsfläche Nr. 911 - Rust

Flächendaten
Versuchskategorie Waldbauliche Versuche 
Konzeption Da in Rust ehemals vorhandene Waldflächen den ertragreicheren Kulturformen, insbesondere dem Weinanbau, weichen mussten, ist die ursprüngliche Baumvegetation fast gänzlich verschwunden. Um einer interessierten Bevölkerung und vor allem den Schulkindern das Aussehen der ursprünglichen Vegetation demonstrieren zu können, wurde die Baumartenwahl für die Aufforstungen in enger Anlehnung an die erhobene potentiell natürliche Waldgesellschaft getroffen. Der relativ hohe Feldulmenanteil entspricht einem Wunsch der Gemeinde - der Name Rust leitet sich von Rüster (Ulme) ab und hat deswegen für den Ort namensgebende Bedeutung. Mit der Kulturanlage im Jahr der Ulme wollte die Gemeinde einen Beitrag zur Erhaltung, der für diese Stadt historisch bedeutenden und in ihrer Existenz gefährdeten Baumart leisten. 
Versuchsort Rust 
BFI Burgenland Nord 
Bundesland Burgenland 
Seehöhe 150 m 
Wuchsgebiet 8.1 Pannonisches Tief- und Hügelland 
Baumarten Esche; Eiche; Hainbuche;
Versuchsbeginn 1996 
Bestandesalter 23 Jahre 

Pläne
Parzellen/Kartierung Luftbild

Ergebnisse
Kurzfassung Standort: Kuppe ca.1,5 ha

Eine Rendsina auf stark aufgewittertem Leithakalk, die Bodenart lehmiger Sand bis sandiger Lehm und ein schlechter Wasserhaushalt stellen Produktionsbedingungen dar, die klassischen forstwirtschaftlichen Zielsetzungen (Nutzholz) nicht gerecht werden. Das Begründungskonzept richtet sich nach schutzwaldartigen Bewirtschaftungsrichtlinien. Hauptkriterium ist die nachhaltige Bestandesvitalität - Ansprüche an Qualität spielen eine untergeordntet Rolle. Um die Pflege und eine eventuell notwendig werdende Bewässerung in der Anwuchsphase effizient durchführen zu können wird der Bestand mit einem Pflanzabstand von 6 Meter im Dreieck begründet. Die Art und Anteile der Mischbaumarten orientieren sich an der potentiell natürlichen Waldgesellschaft, dem Corno-Quercetum pubescentis mit Flaumeiche, Traubeneiche, Esche, Sommerlinde, Feldahorn, Hainbuche, Elsbeere und anderen thermophilen Arten . Der Waldrand ist mit Sträuchern bepflanzt. Aus Gründen der Generhaltung und des Naturschutzes wurde ausschließlich autochthones Pflanzmaterial aus Samen- sowie Wildlingsbeerntungen in diesem Wuchsgebiet verwendet.
 
Publikationen
Links
Grafiken
Tabellen

Fotos
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Foto 1 der Versuchsfläche [ 2010 ]
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Foto 2 der Versuchsfläche [ 2010 ]
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Foto 3 der Versuchsfläche [ 2010 ]
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Foto 4 der Versuchsfläche [ 2010 ]
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