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Das Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) wurde 1874 von Kaiser Franz Josef als k. k. Forstliche Versuchsleitung ins Leben gerufen. Der erste Hauptsitz des heutigen BFW war von 1887 bis 1957 die ehemalige Forstlehranstalt Mariabrunn in Wien (Bild links). Seit 1957 ist die Zentrale des BFW in Wien Schönbrunn. 1962 wurde die Forschungseinrichtung in "Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien" umbenannt.

Die Forstgesetznovelle vom 1. Juni 2002 brachte bedeutende Veränderungen: Der neue Name lautete "Bundesamt für Wald und Forschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft". Mit dieser Novelle wurden dem BFW auch hoheitliche Aufgaben im Vollzug des Forstlichen Vermehrungsgutgesetzes und des Pflanzenschutzgesetzes übertragen. Durch die Novelle wurden die beiden bis dahin selbstständigen forstlichen Ausbildungsstätten Ort und Ossiach in das BFW integriert, das immer noch Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft war.

Mit Beginn 2005 wurde das BFW ausgegliedert. Die behördlichen Aufgaben wurden im Bundesamt für Wald zusammengefasst (Vollzug des Forstlichen Vermehrungsgutgesetzes und Pflanzenschutzgesetzes). Forschung, Monitoring und Wissenstransfer werden vom Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) wahrgenommen, das als Anstalt öffentlichen Rechts eingerichtet wurde.

Anfangs Forst- und Holzforschung sowie Naturgefahren

Die vorherrschenden Untersuchungsgebiete der ersten Jahrzehnte nach der Gründung 1874 waren Holzmess- und Ertragskunde, Holztechnologie und -biologie sowie Forstmeteorologie und Wildbach- und Lawinenverbauung. Auch die Provenienzforschung und Samenkunde sowie Methoden der natürlichen und künstlichen Verjüngung spielten damals schon eine wichtige Rolle. Viele Versuchsflächen mit verschiedenen Holzarten wurden angelegt. Einige existieren heute noch. Außerdem interessierte man sich für die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Waldes, vor allem für die Harzgewinnung. Andere zentrale Bereiche waren Forstschutzthemen, wie Forstschädlinge, Baumkrankheiten und Methoden zu deren Bekämpfung sowie die schädlichen Folgen der so genannten Rauchgase (heute Luftschadstoffe). Auch forsttechnische Untersuchungen und Fragen der Arbeitsvereinfachung beschäftigten bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Forstliche Versuchsanstalt.

Aufwertung durch Waldinventur und Schadensforschung

Die weitere Geschichte des heutigen BFW war sehr wechselhaft. Immer wieder war seine Existenz gefährdet. Ab den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, vor allem nach der Einrichtung der Forstinventur - heute Waldinventur -, kam es zu einem erneuten Aufschwung. Das so genannte "Waldsterben" bildete ab Anfang der achtziger Jahre eine große Herausforderung für die forstliche Forschung. Die Waldschadensforschung rückte nun ins Zentrum des öffentlichen Interesses.

Die Forstgesetznovelle 2002 führte unter anderem zu einer Erweiterung der wissenschaftlichen Aufgabenbereiche. Zukünftig soll die Wald- und Naturgefahrenforschung vermehrt in den größeren Zusammenhang der Landschaftswissenschaften und sozioökonomischen Rahmenbedingungen gestellt werden. Durch die Novelle wurde die landwirtschaftliche Feldbodenkunde des ehemaligen Bundesamtes und Forschungszentrums für Landwirtschaft (BFL) in das BFW eingebracht. Mit dem Einbinden der Forstlichen Ausbildungsstätten Ort und Ossiach in das BFW wird die Wissensvermittlung künftig eine größere Rolle spielen.

Übersicht über die Leiter und Direktoren der FBVA und des BFW (mehr)

Mehr zur Geschichte des BFW finden Sie in der Chronik.
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