Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Institut für Waldinventur
Mitarbeiter suchenSuche
BFW-Praxisinformation 38: Treibhausgasbilanz der österreichischen Holzkette
Holz mehrfach entlang der Holzwertschöpfungskette nutzen – das ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch vorteilhaft und wirkt sich positiv auf die Treibhausgasbilanz aus. Wie diese Nutzung im Detail aussehen kann, zeigen erstmals Szenarien vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), von der Universität für Bodenkultur (BOKU) und vom Umweltbundesamt. Die fünf Szenarien gehen von unterschiedlichen Bewirtschaftungsstrategien für den österreichischen Wald aus und bilden mögliche Entwicklungen bis ins Jahr 2100 ab.

Fragen des Klimaschutzes

Besonders bemerkenswert an diesen Projekten ist, dass erstmalig für Österreich mehrere Institutionen getrennt und doch wieder zusammenarbeitend die Treibhausgasbilanz für die Wertschöpfungskette Wald/Holz errechnet haben: Das BFW befasste sich mit der Treibhausgasbilanz des Waldes, die BOKU mit jener von Holzprodukten und das Umweltbundesamt mit der Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen durch den Einsatz von Holzprodukten. Die Ergebnisse der Projekte und ihre gemeinsame Zusammenstellung in dieser Ausgabe der BFW-Praxisinformation sind ein Beweis für die gelungene Kooperation zwischen den Institutionen. Mit diesem Heft werden wichtige Antworten auf Fragen des Klimaschutzes geliefert.

Berechnung des Kohlenstoffspeichers Wald

Ob die Nachfrage durch Holznutzungen im österreichischen Wald erfüllt werden kann und welche Auswirkungen diese auf die Treibhausgasbilanz haben, wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFW untersucht. Basierend auf den Daten der österreichischen Waldinventur wurde die Waldentwicklung in Szenarien modelliert und anschließend wurden die Veränderungen des Kohlenstoffspeichers in den Bäumen und im Waldboden berechnet.

Verschiedene Schwerpunkte

Das Team der BOKU konzentrierte sich auf die Kohlenstoffspeicherung von Holzprodukten. Schlüsselbegriff ist die kaskadische oder Mehrfach-Nutzung, die vorsieht, dass mit dem geringstmöglichen Einsatz von Biomasse eine größtmögliche stoffliche und energetische Nutzung erzielt werden kann. Gängiges Beispiel dafür ist die Verwertung von langlebigen Holzprodukten in der Papierindustrie, wo wiederum mehrfach recycelt wird.

Schwerpunkt des Umweltbundesamt-Projektes lag auf Substitutionseffekten, die durch Holzprodukte erzielt werden können. Wenn Holz energieintensive Rohstoffe, wie zum Beispiel Stahl oder Erdöl ersetzt, erzielt das einen positiven Effekt in der Treibhausgasbilanz.

Download

BFW-Praxisinformation 38: Treibhausgasbilanz der österreichischen Holzkette

Pressemitteilung: Aktiver Klimaschutz

Endberichte zum Herunterladen

BFW: Klimaschutz in der Forstwirtschaft
BOKU: Klimaschutz durch den Aufbau eines Harvested Wood Product Pools
Umweltbundesamt: Treibhausgasemissionen des stofflichen und energetischen Einsatzes von Holz in Österreich im Vergleich zu Substitutionsstoffen
NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum


INTERESSANTE WEBSEITEN

Borkenkäfer Monitoring ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2017