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Institut für Waldökologie und Boden
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Klimasensitive Störungsereignisse und ihre Auswirkungen auf den Waldbau
Die Störungsregimes in Europas Wäldern haben sich in den letzten Jahrzehnten intensiviert und ein weiteres Ansteigen von Frequenz und Intensität von Störungsereignissen ist aufgrund des Klimawandels zu erwarten. Ziel des DICE-Projektes war es, Verständnis und Vorhersage von klimasensitiven Störungsregimes zu stärken und deren Auswirkungen auf Ökosystemleistungen und Biodiversität abzuschätzen, um Bewirtschaftungsstrategien abzuleiten, welche sowohl die Risiken von störungsinduziertem Verlust an Ökosystemleistungen minimieren.

Im Kohlenstoffkreislauf von Wäldern kommt dem Waldboden als Kohlenstoffspeicher eine besondere Bedeutung zu. Störungen (Windwurf, Borkenkäfer, Kahlschlag…) könnten den Abbau von Bodenkohlenstoff beschleunigen, der dann als CO2 freigesetzt wird.

Quelle oder Senke?

Im DICE-Projekt wurden die Auswirkungen von Störungen auf den Bodenkohlenstoff am LTER-Standort Zöbelboden (Nationalpark Kalk­alpen) eingehend untersucht. Kohlen­stoff-Flüsse (CO2-Emissionen aus dem Boden, Streuproduktion, Wurzelbiomasse, Zuwachs) wurden gemessen, um das Kohlenstoff-Quellen- bzw. -Senkenpotenzial eines ungestörten Waldes sowie verschieden alter Störungsflächen zu bestimmen.

Ein besonderer Fokus war auf die Auswirkungen von verspäteter bzw. verabsäumter Verjüngung gerichtet. Es zeigte sich, dass das gestörte Waldökosystem kurz (ein bis drei Jahre) nach der Störung viel Kohlenstoff (ca. 6 Tonnen/Jahr) an die Atmosphäre verliert. Der Kohlenstoffverlust einer älteren Störungsfläche war Dank der hohen CO2-Aufnahme der dichten Schlagvegetation, trotz fehlender Verjüngung, deutlich geringer (ca. 2,5 Tonnen/Jahr). Die Schlagvegetation spielt somit eine wichtige Rolle, wird aber momentan in den meisten Kohlenstoff-Modellen noch nicht berücksichtigt.
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