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Die künstliche Lawinenauslösung:
Das Thema der Hofburggespräche im Rückblick
Das Absprengen von Lawinen wurde in Österreich über viele Jahre beinahe ausschließlich in Skigebieten praktiziert. Zunehmend wird die künstliche Lawinenauslösung aber auch zum Schutz von Straßen und Verkehrswegen eingesetzt. Das am 1. März 2016 stattgefundene Hofburggespräch ging dieser Frage nach und beschäftigte sich insbesondere mit dem aktuellen Stand in Österreich, den rechtlichen Bedingungen, den Erfahrungen sowie der weiteren Entwicklung.

Eine Bestätigung dieser Aussage gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung durch Anja Brucker. Sie hat die künstliche Lawinenauslösung in Österreich analysiert und gezeigt, dass derzeit deutlich mehr
als 100 ortsfeste Anlagen für den Straßenschutz in Österreich in Betrieb stehen. Diese Methode
gewinnt unter anderem deshalb an Bedeutung, weil – verglichen mit permanenten Maßnahmen – deutlich geringere Investitionskosten erforderlich sind.
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Regina Sterr ging in Ihrem Vortrag auf die in Tirol geltenden Richtlinien für den Einsatz temporärer Schutzmaßnahmen gegen Lawinen ein. In diesen Richtlinien finden sich neben allgemeinen und rechtlichen Grundlagen auch wichtige Hinweise zur Erstellung eines entsprechenden Sicherheitskonzeptes sowie Handlungsanweisungen für Lawinenkommissionen, die das Absprengen von Lawinen im Bereich von Straßen betreffen.
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Dass die künstliche Lawinenauslösung auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann, hat die Juristin Maria Auckenthaler in ihrem Rechtsbeitrag ausgeführt. Sie erläuterte, wann ein Verhalten strafrechtlich relevant ist, und Alpinunfälle beinahe ausschließlich durch Fahrlässigkeitsdelikte charakterisiert sind. Jedenfalls wird bei Personen die besondere Fachkenntnisse wie die Lawinen-sprengbefugnis aufweisen, ein strenger Sorgfaltsmaßstab angelegt. Ein Beispiel aus dem Zivilrecht - Lawinensprengung verursacht Waldschaden - rundete die Präsentation ab.
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Walter Steinkogler ging auf die verschiedenen Systeme zur künstlichen Lawinenauslösung ein. Er  stellte ein System vor, mit dem eine routinemäßige Bestätigung und Dokumentation des Sprengerfolges möglich ist. Basis der Methode ist die Lawinendetektion durch Radar oder Infraschall zur Verifikation der kontrollierten ferngesteuerten Auslösung.
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Für die Wildbach- und Lawinenverbauung hat Gebhard Walter die dort verwendeten Richtlinien und Grundsätze im Zusammenhang mit der Errichtung von ortsfesten Anlagen vorgestellt. Anhand einiger Fallbeispiele wurde gezeigt wie Sprenganlagen zu einer Ergänzung permanenter Maßnahmen beitragen können.
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Serafin Siegele hat in einem sehr erfrischenden Referat seine diesbezüglichen Erfahrungen in Ischgl dargelegt. Anhand der Lawinenzüge „Großtal“ und „Hoher Zug“ zeigte er die grundsätzlichen Probleme auf und erörterte, warum die Errichtung einer Galerie hier nicht infrage kam. Es ging um die Gefährdung mehrerer Verkehrswege: Bundesstraße B188, Gemeindestraße, Langlaufloipe, Winterwanderwege. Nach einem grundsätzlichen Vergleich der Systeme GAZEX und Sprengmasten erläuterte er die Entscheidung zugunsten des Systems der Sprengmasten.
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© BFW/Fromm













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