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Die Eiche - Baum des Jahres 2016
Mit der Eiche wurde heuer eine ganze Gattung zum Baum des Jahres gewählt. Ihre Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umweltbedingungen, wie etwa extreme Trockenheit, hat ihr nach dem Hitzesommer 2015 diese Ehre zuteilwerden lassen.

In Österreichs Wäldern sind die Stiel- und die Traubeneiche am weitesten verbreitet. Markanteste Unterscheidungsmerkmale sind Blätter und Früchte.

Stieleiche
Traubeneiche
Stieleiche
Traubeneiche
© Edward Baker
© Nikanos


Blätter

kurz gestielt
herzförmiger Grund
Blattnerven enden teilweise in den Einbuchtungen
lang gestielt
keilförmiger Grund
Blattnerven enden in den Blattlappen
Eicheln

1 – 3
lang gestielt
traubig gehäuft
fast ungestielt
Standort
Auböden, Löß, Lehmböden,
durchwurzelt auch verdichtete Böden
lehmige Sandböden,
meidet grundwasserbeinflusste Standorte

Die Eiche gedeiht auf einem gut durchfeuchteten, nährstoffreichen und tiefgründigen Standort am besten. In ihrer Jugend dringt sie mit ihrer Pfahlwurzel tief in die Erde, im Alter bildet sie eine Herzwurzel aus, die ihr viel Stabilität gibt. Beide Eichen brauchen viel Licht und vertragen Schatten im Jungwuchs schlecht. Ihr Hauptvorkommen liegt in Österreich in sommerwarmen Tief- und Hügellagen zwischen 100 und 600 m.

Forstbetriebe und Waldbesitzer, die Eichen kultivieren wollen, müssen aufforsten. Die natürliche Verjüngung ist aufgrund der Verbisshäufigkeit durch Wildtiere schwierig, es fehlen oft auch geeignete Samenbäume. Üblicherweise wird die Eiche in Reihenverbänden oder in Nestern in Gesellschaft mit Hainbuche, Buche oder Linde im Nebenbestand gepflanzt.
Leicht krummwüchsige Individuen besitzen im Wachstum die Fähigkeit, im Alter noch einen geraden Stamm entwickeln zu können. Diesen braucht sie, um als Wertholzträger bis zur Ernte in 100 bis 160 Jahren wachsen zu dürfen. Bis dahin kann sie 40 m hoch werden und einen Durchmesser von einem Meter erlangen. Schönes Eichenholz findet als robuster Parkettboden oder langlebiger Fensterrahmen Verwendung.

Die Eiche als Baum des Jahres 2015 wurde vom Kuratorium Wald und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft am internationalen Tag des Waldes am 21. März öffentlich präsentiert.

Eiche auf einer Wiese
© Harald Schottner / pixelio.de


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