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Oh Tannenbaum
Die Checkliste für Ihren Weihnachtsbaum
In Österreich werden pro Jahr mehr als zweieinhalb Millionen Christbäume verkauft. Nur etwa zehn Prozent stammen aus Dänemark oder den benachbarten Mitgliedsstaaten. Der Trend geht also weiterhin in Richtung "regional". Die Christbaumproduzenten setzen daher in der Weihnachtszeit weiter auf heimische, in Österreich aufgezogene  Bäume, meist Nordmanntannen.

Die Ernte knapp vor dem Verkauf und kürzere Transportwege sind der entscheidende Heimvorteil. "Es gibt zwar kein offizielles Österreich-Siegel für Christbäume, jedoch hat jeder Landes-Christbaumzüchterverband seine eigene Christbaumschleifen, die auf www.weihnachtsbaum.at gesammelt abgebildet sind", erklärt der Christbaumexperte des Bundesforschungszentrums für Wald, Bernhard Perny.


Bild: Gabi Schoenemann, pixelio.de

Bio-Christbäume

Da es für Bio-Christbäume keine spezifischen (EU-)Anbaurichtlinien gibt, treten Christbaumproduzenten meist regionalen Bio-Verbänden bei oder sie produzieren ihre Christbäume im Rahmen ihrer zertifizierten Bio-Landwirtschaftsbetriebe.

Grün gefärbt

Frische Christbäume erkennt man an der intensiven Grünfärbung der Nadeln und bei Tannen daran, dass sie sich ohne größeren Widerstand biegen lassen. Eine fahlere Färbung und spröde, trocken wirkende Nadeln, die "Widerstand leisten" oder brechen, sind schon trocken und können vorzeitig abfallen.

Vorsicht bei Blaufichten, deren Färbung ist blau-weißlich. Alle gelb oder bräunlich verfärben Nadeln sind krank und können ebenfalls schnell abfallen. "Bei biologisch gezogenen Christbäumen finden sich da und dort verfärbte Nadeln, die mancher gerne toleriert, wenn dafür der Baum weitgehend frei von Pflanzenschutzmitteln großgezogen wurde", sagt Bernhard Perny.


BFW-Podcast: Worauf sie beim Christbaumkauf achten sollen


Schön muss der Christbaum sein – dichte Äste, aber nicht zu dicht. Stattlich – aber nicht zu groß, damit er auch ins Wohnzimmer passt. Und natürlich darf er den ökologischen Fußabdruck nicht zu sehr belasten. Die Nadeln sollte er auch möglichst lange behalten.
Alles dazu weiß Bernhard Perny, Christbaumspezialist vom Bundesforschungszentrum für Wald.  



Schütteltest

Den Baum kräftig schütteln oder auf den Boden aufstampfen. Ein frischer Baum verliert keine Nadeln bzw. wenige Nadeln im inneren, unteren Kronenbereich.

Streichtest

Ast mit der Hand umfassen und von innen nach außen über die Nadeln streichen. Der frische Baum behält seine Nadeln.

Kratztest

Vorsichtig ein kleines Stückchen Rinde abkratzen. Der darunterliegende Bast und das Holz eines frischen Baumes sind noch feucht.

Lange Lebensdauer

Das vorzeitige Austrocknen kann man durch folgende Maßnahmen verlangsamen: Zum einen möglichst spät den Baum kaufen und in einem kühlen und dunklen Umfeld lagern, das wirkt einem raschen Austrocknen entgegen. Zum anderen kann ein Christbaumständer, bei dem der Stamm im Wasser steht, ebenfalls das Austrocknen verzögern. Der Christbaum kann über den Stamm auch im abgeschnittenen Zustand noch Wasser in die Äste transportieren. Dazu sollte der äußere Holzmantel des Stammfußes weitgehend unbeschädigt sein und um einige Zentimeter gekürzt werden. Nicht vergessen: regelmäßig Wasser nachfüllen!

Die Topfpflanze

Seit einigen Jahren wird auch immer wieder ein sogenannter "lebender Christbaum" im Topf nachgefragt. Diese Pflanzen sollten bereits längere Zeit im Topf großgezogen worden sein, damit sie gut verwurzelt sind und sich später im Topf oder ausgepflanzt ausreichend ernähren können. Bernhard Perny verweist darauf, dass lebende Christbäume bis kurz vor dem Heiligen Abend kühl aufbewahrt werden und nicht lange (fünf bis maximal zehn Tage) im geheizten Raum bleiben sollten. Bei sehr kalten Außentemperaturen kann es durch den Verlust der Frosthärte zu empfindlichen Frostschäden kommen. Vor allem lebende Tannenchristbäume sollten nicht zu groß sein, da die Wurzeln sehr tief reichen. In kleinen, handlichen Töpfen sind die Wurzeln großer Tannen meist geschädigt und wachsen möglicherweise nicht richtig an.


Bild: Ivan Simunik, pixelio.de
Publiziert: 10.11.16
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