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Institut für Waldökologie und Boden
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Der Boden -
Wir stehen drauf, aber was wissen wir über ihn?
Der Waldboden ist eine wichtige Grundlage der Waldbewirtschaftung. Er ist nachhaltiges Produktionskapital der Forstwirtschaft, spielt als Speichermedium eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf und ist auch Träger eines hohen Anteils der Biodiversität. Dennoch geht jedes Jahr in der EU durch fortschreitende Urbanisierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Bodenfläche im Ausmaß von 890 Quadratkilometern verloren. Weitere Probleme sind Bodenverdichtung, Erosion sowie Humus- und Nährstoffverluste. Deshalb hat das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA), der Universität für Bodenkultur (BOKU), der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) und der Österreichischen Bodengesellschaft (ÖBG) ein Projekt gestartet. Ziel dieses Vorhabens ist, bundesweit Informationen zur Bedeutung des Waldbodens und zum Thema Bodenschutz und Bodenverdichtung zu verbreiten und damit das Bewusstsein für dieses Thema in der Bevölkerung zu schärfen. Um dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen, bedient sich das Konsortium vielfältiger Maßnahmen. Darunter fällt die klassische Medienarbeit, wie Presseinformaionen oder die Betreuung sozialer Medien genauso wie die Erstellung von informativen Kurzfilmen.

BodenInformation - wir stehen drauf!

Der Waldboden ist eine wichtige Grundlage der Waldbewirtschaftung. Er ist nachhaltiges Produktionskapital der Forstwirtschaft, spielt als Speichermedium eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf und ist auch Träger eines hohen Anteils der Biodiversität. Dennoch geht jedes jahr in der EU durch fortschreitende Urbanisierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Bodenfläche im Ausmaß von 890 Quadratkilometer verloren. Weitere Probleme sind Bodenverdichtung, Erosion sowie Humus- und Nährstoffverluste.  Deshalb werden im Rahmen des Projektes "BodenInformation - wir stehen drauf!", das aus Mitteln der ländlichen Entwicklung gefördert wird, bundesweit Informationen zur Bedeutung des Waldbodens und zum Thema Bodenschutz und Bodenverdichtung für Waldbewirtschafter und die Öffentlichkeit erarbeitet und verbreitet bzw. umgesetzt werden.


Bodenfest

Ein Herzstück der Initiative ist die Informationsweitergabe an Kinder und Jugendliche in Form von Bodenworkshops bei denen nach Herzenslust im Dreck gewühlt werden darf.

Das war das Bodenfest 2016

Die Kinder basteln Insekten aus Ton

Hier darf nach Würmern gewühlt werden

Auch ein Schatz muss gefunden werden

Der Schatz ist gefunden und kann gehoben werden

Bodenmonolithe

Um zu zeigen, wie der Boden unter der Oberfläche aussieht, werden vom Team des des Instituts für Waldökologie Bodenmonolithe aus den verschiedenen heimischen Böden angefertigt. Das sind aus dem Boden herausgelöste Bodenprofile, die für Anschauungs- und Lehrzwecke speziell präpariert werden. Die über einem Meter hohen Bodenmonolithe werden mit Harz und Leim auf Dauer fixiert. So lassen sich bodentypische Merkmale besonders gut aufzeigen. Bis so ein Bodenmonolith anschaulich an der Wand hängt, braucht es - sowohl im Gelände als auch in der Werkstatt - jedoch erst einmal einiges an Muskelkraft und Fingerspitzengefühl.

Wie ein Bodenmonolith entsteht

Nach dem Ausheben des Lochs werden die Profile mit Harz bestrichen...


... und eine Holzplatte als Rückwand darauf fixiert.

Am nächsten Tag heißt es jede Menge Erdmaterial wegschaufeln und nebenbei die Profile mit Folie einwickeln ...

... solange bis die Bodenmonolithe schließlich rundum freistehen.


Als "Mumien" können die Bodenmonolithe dann in die Werkstatt transportiert werden ...


... wo sie vorsichtig ausgepackt ...


... und bearbeitet werden ...


... bis schließlich alle wichtigen Bodenmerkmale gut erkennbar sind.

Weitere Maßnahmen geplant

Die Wissenschaftler haben noch mehr vor: So arbeiten sie an der Weiterentwicklung bereits bestehender Projekte, und werden dazu im Sommersemester 2017 an den Forstlichen Ausbildungsstätten über 30 Boden-Workshops speziell für Schülerinnen und Schüler land- und forstwirtschaftlicher Fachschulen sowie spezielle Waldboden-Seminare für Waldpädagoginnen und Waldpädagogen abhalten. Außerdem sind weitere Druckwerke, wie ein Bestimmungsfächer für Waldböden, eine Broschüre über Waldbodenfunktionen und ein BFW-Sonderheft zum Thema Bodenpädagogik geplant. Die Stadtzeitung FALTER wird in einer eigenen Heureka-Sonderausgabe zum Thema Bodenforschung berichten. Für Kinder und Jugendliche, deren Bewusstseinsbildung an oberster Stelle steht, wird das Waldbodenspiel "Bruno Braunerde" gedruckt und verteilt werden und Waldpädagoginnen und Waldpädagogen werden mit einem Waldbodenrucksack (mit Lupen, pH-Meter, Spritzflaschen uvm.) ausgestattet, damit sie im Rahmen ihrer Führungen im Wald auch Wissen rund um den Boden durch praktische Versuche anschaulich an die teilnehmenden Kinder weiter vermitteln können.

Mehr Informationen

Abteilung Standort und Vegetation des Instituts für Waldökologie und Boden
Boden macht Schule
Die Bodenplattform - Bodeninformations-Drehscheibe in Österreich
Publiziert: 18.01.17
NÜTZLICHE LINKS

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