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Gesundheitsort WALD - Schmerztherapie
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Vom Umgang mit chronischen Schmerzen – Waldpädagogik als Therapie


In den westlichen Industrienationen nehmen moderne Zivilisationskrankheiten wie Stress, Burnout, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Überwicht oder psychische Erkrankungen stetig zu. Auf der Suche nach Abhilfe hat sich das Interesse der medizinischen Forschung in den letzten Jahren zunehmend der Prävention und in diesem Zusammenhang den gesundheitsfördernden Wirkungen des Waldes zugewandt. Seit dem Jahr 2015 werden in der Sonderkrankenanstalt für Medizinische Rehabilitation Thermenhof Warmbad-Villach in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach waldtherapeutische Maßnahmen angeboten. Dafür kommen insbesondere Patienten mit chronischen Schmerzsituationen, Stress sowie psychischen Belastungen in Frage.

Multimodularer Zugang

Die Waldpädagogik findet neben dem ärztlichen Gespräch, der medikamentösen Therapie, der physikalischen Therapie, Ergotherapie, psychologischen und pflegerischen Betreuung sowie unterschiedlicher Fortbildungsmaßnahmen ihren Platz. Es gilt individuelle Coping-Strategien für den einzelnen Patienten zu entwickeln. Unter Coping-Strategien versteht man Pfade um den Patienten Möglichkeiten aufzuzeigen schwierige Lebenssituationen bzw. Lebensphasen zu überwinden, daraus positive Energie zu schöpfen und Bewältigungsmaßnahmen zu erarbeiten.

Und ein Waldspaziergang vermag noch viel mehr

Ein Waldspaziergang weckt positive Emotionen, Erinnerung aus der Kindheit, der Jugend oder positiven Lebensphasen treten in den Vordergrund. Mit Distanz zum Alltag tritt auch Stressreduktion und damit verbunden Entschleunigung ein. Daraus resultierend wirkt ein Waldspaziergang antidepressiv, es kommt zu einer Verbesserung der Schlafqualität und einer Förderung der körperlichen Aktivität.

Voraussetzungen für eine Waldtherapie
Die Patienten sollten von Seiten des Bewegungsapparates bzw. des kardiovaskulären System befähigt sein, eine Gehstrecke von etwa 1,5 km zurückzulegen. Waldtherapie soll nicht als Zwangsmaßnahme gesehen werden, sondern eignet sich nur für Patienten die diesen Therapieinhalten positiv aufgeschlossen sind, sich gerne in der Natur aufhalten und Ruhe, Ablenkung und Entspannung finden wollen.

„Dazu gehört aus unserer Sicht auch ein vielfältiges multimodales Therapiekonzept. Es bedarf eines Teams, das hinter diesen Ideen geschlossen steht. Einen weiteren interessanten und wichtigen Teil dieses Teams stellt die Waldpädagogik dar. Es werden sicherlich in den kommenden Jahren laufend Anpassungen und Feinabstimmungen des Therapiekonzeptes „Waldpädagogik“ notwendig sein, um diese Therapieform zu optimieren und einer möglichst großen Zahl an interessierten Patienten zuzuführen.“
    
Prim. Univ.-Doz. Dr. Kirchheimer

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