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Für Schnee und Lawine in Theorie und Praxis |
BFW ist Host der ISSW 2018
Von 7. bis 12.10. 2018 wird in Innsbruck die 22. Ausgabe des International Snow Science Workshop – kurz ISSW – stattfinden. Worum geht es bei der weltweit größten Schnee und Lawinen Konferenz, die alle zwei Jahre stattfindet? Theorie trifft Praxis, und das seit 1976.

„Es ist die Verbindung von Theorie und Praxis, die die Konferenz langfristig so erfolgreich macht“, sagt Dr. Karl Kleemayr, Leiter des Instituts für Naturgefahren in Innsbruck und verantwortlich für die Koordination der ISSW2018. Mittlerweile haben im Rahmen von ISSW 21 Konferenzen in den USA und Europa stattgefunden. Innsbruck als Konferenzort wurde für 2018 von ISSW Steering Committee Vorstand Rich Marriott deswegen ausgewählt, weil die Stadt von Bergen umgeben ist und somit eine perfekte Kulisse zum Thema zur Verfügung stellt. In Innsbruck ist der Wintersport beheimatet, sowohl was die Industrie betrifft als auch in Bezug auf die lange Geschichte an internationalen Sportevents. „Das passt perfekt zum Motto: 'ISSW goes public', das dieses Jahr zum ersten Mal zum Einsatz kommt“, ergänzt Kleemayr. „Der starke Praxisbezug der Lawinenforschung und ein breites Verständnis von Seiten der Öffentlichkeit ist in diesem Bereich das Um und Auf, steht unsere Forschung doch ganz stark im Dienste des öffentlichen Wohls.“

Wissensproduktion auf hohem Niveau

Lokal, nationale und internationale Experten werden eingeladen, relevante Themen auf hohem Niveau zu diskutieren. Das Leitprinzip: nationales Management eines nachhaltigen Lebensraums in den Alpen. Die Konferenz wird von zahlreichen Aktivitäten und Publikationen begleitet sein.
„Die Erforschung des Schutzwaldes hat einen zentralen Stellenwert am BFW. Primär geht es uns um den Objektschutzwald, der die Aufgabe hat, Menschenleben und Infrastruktur zu schützen. In letzter Zeit haben wir uns auch den sogenannten Standortschutzwäldern gewidmet, die generell ein Indikator für die Stabilität von Waldlandschaften in Österreich sind. Dieses Wissen generieren und verbreiten wir in Form von Monitoring, Beratung und Ausbildung, “ bringt Dr. Peter Mayer die Naturgefahren-Forschung am BFW auf den Punkt.

Wildbach- und Lawinenverbauung, eine Positionierung

„Der Technische Lawinenschutz hat erst die Erschließung der Alpen ermöglicht und trägt heute maßgeblich zur nachhaltigen Sicherheit vieler Täler bei. Das heute verfügbare, umfangreiche Wissen über Lawinen, ihre Entstehung und Dynamik sowie ihre Einwirkung auf Objekte ist jenen wissenschaftlichen Pionieren zu verdanken, die auch für die ISSW Pate gestanden sind. Der „Weiße Tod“ hat für die meisten Menschen seinen Schrecken verloren, trotzdem sterben jährlich rund 30 Personen in Österreich unter Lawinen. Die Konferenz ISSW 2018 in Innsbruck wird daher einem wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der Menschen im alpinen Raum leisten,“ fasst Priv. Doz. DI Dr. Florian Miklau von der Wildbach- und Lawinenverbauung zusammen.

Tiroler Lawinenwarndienst als fixe Koordinate

"Der Lawinenwarndienst (LWD) Tirol sieht seine Rolle als Vertreter des Landes Tirol vor allem im ‚merging of theory and practice‘. Wir bereiben mit über 180 automatischen Wetterstationen das dichteste hochalpine Messnetz weltweit. Zudem sorgen etwa 50 ausgewählte Beobachter und Beobachterinnen für einen ständigen Informationsfluss zum aktuellen Schneedeckenaufbau sowie zur Lawinenaktivität. Darüber hinaus ist der LWD tirol auch in alle qualifizierten Lawinenausbildungen (Skilehrer, Bergrettung, Bergführer etc.) eingebunden. Dadurch ergibt sich ein ständiger Erfahrungsaustausch mit den Praktikern. Dieses Wissen möchten wir aktiv in die ISSW 2018 in Innsbruck einbringen", sagt Mag. Ing. Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes des Amts der Tiroler Landesregierung abschließend.









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