Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Presse
Mitarbeiter suchenSuche
Was Berge und die Naturgefahren-
Forschung am BFW gemeinsam haben
Internationaler Tag der Berge am 11.12.2017 und die Naturgefahren-Forschung am Bundesforschungszentrum für Wald

Der „Internationale Tag der Berge“, der jährlich von der UN ausgerufen wird, gibt Anlass Naturgefahren, Schutzwald und jene zu schützenden Zonen in den Fokus zu rücken, die am Fuße des Berges liegen: Alpentäler. Wildbach- und Lawineneinzugsgebiete erstrecken sich über zwei Drittel der Landesfläche. Und diese sind jene Lebensgrundlagen, die einen großen Teil des österreichischen ländlichen Raums sichert. „Der Wald spielt dabei eine entscheidende Rolle: Schutzwald nimmt 20,5 Prozent der gesamten Waldfläche (circa 820.000 ha laut ÖWAD Indikatoren-Set, und Österreichischem Waldbericht 2015) ein. Die Herausforderungen angesichts von Klima- und Gesellschaftswandel sind beträchtlich“, gibt Dr. Peter Mayer, Leiter des BFW, zu bedenken. Die Auswirkungen des Klimawandels tragen dazu bei, dass es für Waldbewirtschafterinnen und -bewirtschafter in Österreich immer schwieriger wird, die Schutzleistung des Waldes aufrecht zu erhalten. In der forstlichen Praxis werden jene Wälder Objektschutzwälder genannt, da sie imstande sind, Siedlungen und Infrastrukturen vor Naturgefahren zu schützen. Da diese Wälder eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe erfüllen, sind sie in §21 des Forstgesetzes 1975 (2002) gesondert geregelt.

Angewandte Forschung zum Thema

Das Institut für Naturgefahren erforscht gemeinsam mit dem Institut für Waldinventur (ÖWI) in einer Reihe von Projekten, wie „Problemzonen“ des österreichischen Schutzwaldes identifiziert werden können.
Dabei kommen Techniken aus dem Bereich Luft- und Satellitenbilder zum Einsatz, bei denen die ÖWI ExpertInnen sind. Die aktuelle Ausgabe der Praxisinformation (45/17) geht konkret auf diese technischen Methoden ein.
Es geht insgesamt darum, die Schutzwaldkulisse in der forstlichen Raumplanung zu erfassen. Eine komplexe Aufgabe, wenn man bedenkt, dass knapp die Hälfte der Fläche Österreichs (47,6%) von Wald bedeckt ist und die Naturgefahren von Lawinen über Steinschlag bis Hangrutschungen reichen. „Erstmals wurden für ganz Österreich die Waldflächen ermittelt, die eine direkte Schutzwirkung für Siedlungen oder Verkehrswege übernehmen. Je genauer der Waldzustand bekannt ist, umso genauer kann auch die Wirkung beurteilt werden“, fasst Dr. Karl Kleemayr, Leiter des Instituts für Naturgefahren, zusammen.

Wald im Klimawandel

Das Wissen um den  klimatischen Einfluss auf Bergwälder und allgemeine Wälder wird u.a. zurzeit im Rahmen des Projekts „Wald im Klimawandel“ gebündelt und verbreitet. Es geht darum, WaldbesitzerInnen darüber zu informieren, welche Herausforderungen ihr Wald im Klimawandel zu meistern hat und Bewusstseinsarbeit für entsprechende forstwirtschaftliche Maßnahmen zu setzen.

Verweise

Forschung am Institut für Naturgefahren und Institut für Waldinventur
www.wald-im-klimawandel.at
Kurse, Workshops, Vorträge zum Thema: www.fastort.at und www.fastossiach.at
Rückblick: Innsbrucker Hofburggespräche zum Thema Lawinenunfall
Preview: 7. bis 12. Oktober 2018, International Snow Science Workshop in Innsbruck
www.issw2018.com/de


© BFW

Kontakt
Marianne Schreck
0664/453 66 00

Praxisinfo Schutzwald










NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum

Datenschutzerklärung
INTERESSANTE WEBSEITEN

ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2018