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Eiche – klimafit?!
Wuchsverhalten von Eichen-Waldgesellschaften im Hinblick auf den Klimawandel

Österreich hat sich durch internationale Vereinbarungen verpflichtet, zur Erhaltung und Sicherung der biologischen Diversität, auch im Wald, beizutragen. Hierbei eignen sich Naturwaldreservate besonders für langfristige waldökologische Grundlagenforschung mit Bezug auf den Klimawandel, da die Dynamik dieser Waldökosysteme kaum durch menschliche Einwirkungen überlagert wird. Die räumliche Verteilung der Naturwaldreservate erlaubt zudem eine flexible, den Erfordernissen der jeweiligen Zielgruppe angepasste Nutzung.


Der Sägebock (Prionus coriarius) ist an große Totholzstämme angewiesen, die vor allem in Eichen Waldgesellschaften vorkommen (Bild: Markus Sallmannshofer)

Der Wissensstand über das Wuchsverhalten und –relationen der die Eichenwälder prägenden Baumarten ist gering, vor allem im Hinblick auf den Klimawandel. Das Projekt „Eiche – klimafit?!“ will das Wissen dazu erhöhen. Die Ergebnisse aus dem Projekt fließen in die Bewertung von Erhaltungsstrategien für Natura 2000 Lebensraumtypen ein. In 26 der insgesamt 192 Naturwaldreservate in Österreich kommen Eichen-Waldgesellschaften vor, welche als Untersuchungsgebiete für dieses Projekt genutzt werden. Österreichweit machen Eichen 1,8% der gesamten Waldfläche aus. Es wird auch zunehmend erkannt, dass Eichenwälder eine besonders hohe Biodiversität aufweisen. Vor allem für viele Vögel und Insekten bilden sie wichtige Lebensräume.

Eichenprojekt in Naturwaldreservaten

In zwei Vorgängerprojekten (siehe Links) wurden bereits Voraussetzungen für ein standardisiertes Monitoring der Waldentwicklung und biodiversitätsrelevanter Parameter wie Totholz oder Habitatbäume in Naturwaldreservaten geschaffen. Um jedoch Aussagen über bestimmte Waldtypen treffen zu können, reichen die in den beiden bisherigen Projekten bearbeiteten Gebiete nicht aus. Ein langfristiges Monitoring und eine größere Datengrundlage wurden für die gezielte Bearbeitung von Schwerpunktthemen notwendig und werden in diesem Projekt umgesetzt.

Das besondere Interesse an Eichenwaldgesellschaften liegt vor allem im Rückgang der Eichen in vielen Waldgebieten. Eine Naturverjüngung fehlt teilweise gänzlich. Als Gründe dafür können der Verbiss der Jungpflanzen und Schwarzwild, das die Eicheln ausgräbt und frisst genannt werden. Auch die Konkurrenz durch andere Baumarten und eine geänderte Bewirtschaftungsweise führen zu diesem Rückgang.


Fehlende Eichen Naturverjüngung im Eichen-Hainbuchenwald am Johannser Kogel (Bild: Janine Oettel)

Links:

Vorgängerprojekt BioMonNWR: www.naturwaldreservate.at/index.php/de/forschung/18-abgeschlossene-projekte/31-projekt-biomonnwr
Vorgängerprojekt BioRefNWR: www.naturwaldreservate.at/index.php/de/forschung/18-abgeschlossene-projekte/42-projekt-biorefnwr
ÖKL-Bildungsprojekt – http://wald.biodiversitaetsmonitoring.at


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