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Unsere wertvolle Lawinenforschung
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Unsere wertvolle Lawinenforschung
Lawinenwissen hat in Österreich und in der Schweiz aufgrund der alpinen Gegebenheiten eine lange Tradition. Im Laufe der Zeit ist man dazu übergegangen, es Grenzen überschreitend auszutauschen. Dadurch sind Formen seines Umgangs entstanden, die kulturellen Wert besitzen. Aus diesem Grund hat das Unesco-Kommission Ende November entschieden, Schnee- und Lawinenwissen zum immateriellen Kulturerbe zu ernennen. Unter dem Titel „Wissen im Umgang mit der Lawinengefahr" ist Österreich nun mit insgesamt fünf Bereichen in diesem Katalog vertreten: Handwerkstechnik des Blaudrucks (2018), Falknerei (2012), Imster Schemenlauf (2012) und die Klassische Reitkunst der Spanischen Hofreitschule (2015).
Learning by Doing
Es entstand ein breites informelles und wissenschaftliches Erfahrungswissen, das über Jahrhunderte weitergegeben wurde. Dieses alte, überlieferte Wissen wird ständig erweitert, indem historische Kenntnisse mit modernen Techniken kombiniert werden. Bis heute sind Lawinen nicht vollständig durch die Wissenschaft berechen- und vorhersagbar. Umso höher ist daher der Stellenwert von Erfahrungswissen im Umgang mit der Naturgefahr, das am Institut für Naturgefahren des BFW in  Innsbruck etwa in Form der angewandten Forschung betrieben wird. Dieses Wissen wird etwa in Tirol für Schulen aufbereitet, um Kinder und Jugendliche für die Lawinengefahr zu sensibilisieren.
Was das immaterielle Kulturerbe umfasst
Die Vermittlung dieses Erfahrungswissens geschieht bereits seit Jahrhunderten und wird mündlich von einer Generation zur nächsten übertragen. Eine typische Methode ist die so genannte Bauernregel. Was die Dokumentation von Naturgefahren betrifft, ist es vor allem die zerstörerische Lawine, die genauestens protokolliert wird, da es hier oft um große Werte geht und deren Haftung. Aber auch aus ökologischer Hinsicht ist es relevant, sie aufzuzeichnen, um den Schaden am Ökosystem festzustellen. Jedenfalls werden sie bereits seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert. Was ist also mit dem Wort „immaterielles Kulturerbe“ genau gemeint? Es umfasst Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes. Aber es betrifft auch Instrumente, kulturelle Räume und Objekte, die mit dem jeweiligen immateriellen Kulturerbe in Zusammenhang stehen. Ein spezifisches Kennzeichen des immateriellen Kulturerbes ist, dass sie von einer Generation an die nächste weitergegeben und dabei fortwährend neugestaltet wird. Diese tradierten und modifizierten Werte sind es schließlich, die den involvierten Gruppen ein Gefühl von Identität und Kontinuität vermitteln.


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