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Institut für Waldökologie und Boden
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Die Waldökologie beschäftigt sich mit der Lebensgemeinschaft im Wald und deren Wechselbeziehungen zur unbelebten Umwelt, den sog. Standortsfaktoren. Ein wichtiger Standortsfaktor ist dabei der Waldboden. Böden sind für das Wachstum unserer Bäume von entscheidender Bedeutung. Sie erfüllen durch ihre Puffer- und Filterwirkung aber auch viele ökologische Funktionen, wie zum Beispiel Trinkwasserproduktion und Hochwasserrückhalt. Aufgabe der Waldökologie ist es, Grundlagen für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder bereitzustellen. Die Kartierung von Standorten dient dabei als wichtiges Planungswerkzeug. Neben diesem traditionell produktionsorientierten Ansatz gewinnen umweltrelevante Aspekte immer mehr an Bedeutung. Bei Fragen zur Kohlenstoffspeicherung und zu Treibhausgasen steht der Boden oft im Mittelpunkt des Interesses. Das Institut trägt überdies zu Fragestellungen des Naturschutzes und der Biodiversität in Wäldern bei und ist wesentlich am Umweltmonitoring, vor allem an der Bodendauerbeobachtung, beteiligt.

Im Bereich der Bodenkunde zeichnet sich der Trend einer nutzungsübergreifenden Bearbeitung ab. Durch die Angliederung der landwirtschaftlichen Bodenkartierung an das Institut erfolgte ein erster Schritt in diese Richtung. Die Daten der landwirtschaftlichen Bodenkunde sind eine wertvolle Datenbasis für viele Problemstellungen, die über den Wald weit hinausgehen. Die räumlichen Bodendaten sind in einem geografischen Informationssystem (GIS) verfügbar und über das Internet mittels einer benutzerfreundlichen WEB GIS Applikation (eBOD) öffentlich abrufbar. Aktuell gewinnt die Datenaufbereitung und Veröffentlichung nach der EU Richtlinie INSPIRE zunehmend an Bedeutung.

Arbeits- und Themenschwerpunkte


Waldstandorte und Waldbewirtschaftung
In der Diskussion über mögliche Auswirkungen einer Klimaänderung für die Waldwirtschaft sind fundierte Kenntnisse unserer Waldböden bzw. Waldstandorte entscheidend für die Ableitung waldbaulicher Maßnahmen (vor allem Baumartenwahl). Das Institut ist die Anlaufstelle für forstliche Standortskartierungen, adaptiert diese an neue Technologien und entwickelt sie in Richtung einer räumlichen Modellierung weiter. In diesem Schwerpunkt werden auch Fragen zu den Themen Biodiversität, Biomasse, Holzasche und Bodenschutz behandelt.

Böden, Kohlenstoffspeicherung und Treibhausgasbildung
Wälder stellen bedeutende Kohlenstoffreservoirs dar, 2/3 des gesamten Kohlenstoffs des österreichischen Waldes sind im Boden gespeichert. Bei der Erstellung von Kohlenstoffbilanzen kommt der Modellierung des Bodenkohlenstoffes eine große Bedeutung zu. Bodenbiologische Untersuchungen zu Bildungs- und Abbauprozessen von Treibhausgasen in Böden (Kohlendioxid, Methan und Lachgas) und zum Stickstoff- und Kohlenstoffkreislauf beleuchten die ökologischen Hintergründe der aktuellen Treibhausgasproblematik.

Monitoring
Das EU-weite Waldbodenmonitoring liefert wertvolle Informationen über den Zustand und über die Veränderungen von Waldböden und liefert wertvolle Langzeitdaten für verschiedenste ökologische Modellierungen. Neben dem Waldbodenmonitoring laufen am Institut auch ökologische Dauerbeobachtungen zur Waldverjüngung und Keimbettentwicklung.
Landwirtschaftliche Bodenkartierung und Geoinformation
Die landwirtschaftliche Bodenkartierung ist zum größten Teil abgeschlossen, die wenigen noch ausständigen Gebiete werden in den nächsten Jahren kartiert. Der Schwerpunkte liegt in der INSPIRE konformen Aufbereitung der digitalen Bodenkarte (eBOD) und anderer forstlicher Daten des BFW und des Lebensministeriums.

Tätigkeiten

  • Durchführung von physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Bodenanalysen
  • Kartierung der landwirtschaftlich genutzten Böden Österreichs
  • Erstellung von analogen und digitalen Boden- und Standortskarten
  • Einsatz geografischer Informationssysteme zur räumlichen Analytik und Datenevidenthaltung
  • Betreuung von fachspezifischen Datenbanken (Boden- und standortskundliche Datenbanken, Messwertedatenbank, Klimadatenbank)
  • Betreuung von meteorologischen und waldökologischen Messstationen
  • Betrieb einer Pedothek und eines Herbariums

Kontakt

Institutsleitung Dipl.-Ing. Dr. Ernst Leitgeb
Tel: +43 (1) 878 38-1201
E-Mail: ernst.leitgeb@bfw.gv.at

Institutssekretariat Eva Merwald
Tel: +43 (1) 878 38-1202
Fax: +43 (1) 878 38-1250
E-Mail: eva.merwald@bfw.gv.at

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