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Modellierung des Ozonrisikos für österreichische Waldgebiete
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Modellierung des Ozonrisikos für österreichische Waldgebiete

Ozon wurde bereits in den 80er Jahren als Ursache für Waldschäden erkannt. Allerdings zeigte sich, dass hohe Ozonkonzentrationen per se nicht ausreichen, um Schadensmuster zu erklären. Deshalb wurde der AOT40 Wert (accumulated exposure over a threshold of 40 ppb) vereinbart die Stundensumme der Über-schreitungen von 40 ppb Ozonkonzentration während der Vegetationszeit und der Tageslichtstunden.

Von den Autoren wurden für die Jahre 1993, 1994, 1997 und 1998 AOT-40 Karten der Ozonbelastung mit dem Seibersdorfer Ozon-Interpolationsmodell berechnet. Dabei wurden stündliche Ozonkarten für alle Tageslichtstunden der Sommerhalbjahre generiert und die 40 ppb-Überschreitungen zu Jahressummen kumuliert. Im Hinblick darauf, dass die Ozonbelastung alleine noch nichts über die Aufnahme von Ozon und daraus folgend über die Schädigung der Pflanzen durch Ozon aussagt, wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Bolhàr Nordenkampf (Univ. Wien) und Doz. Dr. Smidt sowie Dr. Herman (Forstliche Bundesversuchsanstalt) weitere entscheidende Einflüsse auf die Ozonaufnahme identifiziert und modifizierte AOT40-Karten generiert.

Die Varianten berücksichtigen zum einen (für autochthone Wälder) die Anpassung der Waldbäume in höheren Lagen an höhere Ozonkonzentration sowie die geringerer Aufnahme von Ozon in Abhängigkeit von der Stomataöffnung aufgrund spezifischer Witterungsbedingungen, die Auslöser für Trockenstress sein können.

Anhand der Ergebnisse zeigt sich, dass davon auszugehen ist, dass die Ozonaufnahme in geringerem Ausmaß erfolgt als durch die Berechnung des AOT40 vermittelt wird. In dem Beitrag werden die Annahmen, die einbezogenen Einflussfaktoren und die unterschiedlichen Ergebnisse präsentiert und einander gegenübergestellt.

In den folgenden Evaluierungsschritten werden die aktuellen Ergebnisse von Freilandmessungen an Altbäumen eingearbeitet.

Loibl, W.; Knoflacher, M.
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