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Treibhausgase bilanzieren

Der Stickstoffkreislauf und sein Einfluss auf die europäische Treibhausgasbilanz - NITROEUROPE

Dieses auf fünf Jahre anberaumte Integrierte Projekt der EU baut im Bereich Wald auf Ergebnissen des EU-Projekts NOFRETETE auf. Folgende Fragen stehen im Zentrum der Untersuchungen: Was ist die Wirkung von reaktiven Stickstoffverbindungen auf die Nettotreibhausgasbilanz in Europa? Was sind mengenmäßig wichtige Komponenten in der Stickstoffbilanz von Ökosystemen und wie reagieren sie auf den globalen Wandel? Wie beeinflusst die Art von reaktiven Stickstoffverbindungen (oxidiert oder reduziert, nass oder trocken, atmosphärischer Eintrag oder Düngung) die Ökosystemwirkung, den Stickstoff- und Kohlenstoffhaushalt und die Netto-Treibhausgasbilanz? Wie beeinflussen Veränderungen des atmosphärischen Stickstoffeintrags und der Stickstoffdüngung die Netto-CO2-Aufnahme und die Netto-Treibhausgasbilanz von Europäischen Ökosystemen?

Können wir die Auswirkungen von Bewirtschaftung, Landnutzung und Klimawandel auf die Netto-Treibhausgasbilanz vorhersagen? Wie können wir diese Vorhersagen auf Feld-, Landschafts-, regionaler und europäischer Ebene verbessern? Wie und in welchem Umfang können unabhängige Messungen und Modellierung dazu verwendet werden, Inventuren der Treibhausgasemissionen und der Emissionen von reaktivem Stickstoff zu verifizieren, die offiziell beim UN-Rahmenprogramm der Klimakonvention (UNFCCC), der UNECE und der Konvention über den Ferntransport von Luftschadstoffen (CLRTAP) eingereicht werden? Wie kann die Genauigkeit dieser Inventuren verbessert werden? In welchem Ausmaß könnte ein besseres Management des Stickstoffkreislaufs und seiner Interaktionen mit dem Kohlenstoffkreislauf Treibhausgasemissionen und die Emission von reaktiven Stickstoffverbindungen reduzieren?

Auf der Landkarte sieht man die modellierten N2O Emissionen aus Europas Wäldern.
http://www.neu.ceh.ac.uk/




Ökologische Aspekte der Denitrifikation mit besonderer Beachtung der Landwirtschaft

Ziel dieser Arbeiten ist ein besseres Verständnis der Faktoren, die den Verlust von Stickstoffdüngern in der Landwirtschaft durch mikrobielle Prozesse begünstigen. Ebenso sollen Faktoren, die die Bildung von schädlichen Substanzen im Zuge der biologischen Denitrifikation beleuchtet werden. Dies erfolgt im Wesentlichen durch einen Wissensaustausch von Experten im EU-Raum.
Dazu sollen

(a) das Wissen der Biochemie und molekularen Biologie der Denitrifikation vermehrt werden,
(b) Faktoren verstanden werden, die das Ausmaß der Denitrifikation in natürlichen Ökosystemen,
besonders in Böden, steuern und
(c) die Menge von schädlichen Stickstoffverbindungen erfasst werden, die als Nebenprodukte der Denitrifikation anfallen.

Monitoring von Treibhausgasen im Wienerwald

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie beeinflusst die Waldbewirtschaftung Bildungs- und Abbauraten der Gase Methan, Ethylen, CO2, N2O in Böden? Zeigen Mischwälder eine günstigere Treibhausgasbilanz als Fichtenmonokulturen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Gasumsatz und anderen mikrobiologischen Prozessen, wie Mineralisation, Dynamik der mikrobiellen Biomasse und Nährstoffumsatz? Stehen Treibhausgasemissionen in Beziehung zur Bodenqualität? Besteht ein Zusammenhang zwischen Gasemissionen und Trinkwasserbelastung? Kann die natürliche Isotopenverteilung in einem Ökosystem Aufschluss über Verweilzeiten und Wege der Nährstoffe geben? Es werden Vergleiche von Fichten, Buchen, Birken und Mischwäldern in Bezug auf den Umsatz von Treibhausgasen vorgenommen und mathematische Modelle entwickelt.

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