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Institut für Naturgefahren
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Die Minimierung des Lawinenrisikos für den Siedlungsraum ist ein großes Anliegen in Österreich. Um die Lawinengefahr beurteilen zu können, benötigt man fundiertes Wissen über die Schneedecke, die Bildung und die Dynamik von Lawinen. Verschiedene Feldmess- und Modellversuche werden dafür eingesetzt, um die Entwicklung und Optimierung temporärer und permanenter Schutzmaßnahmen voranzutreiben. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden für die Erarbeitung von Risiko-Managementkonzepten genutzt.

Die Abteilung "Schnee und Lawine" am Institut für Naturgefahren des BFW befasst sich in Forschung und Praxis mit vier Schwerpunkten. In der Forschungsgruppe "Schneedecke und Prognose" werden Themen zur Schneedeckenverteilung, Schneehydrologie,Schneedeckenaufbau, Stabilität der Schneedecke und Schneemechanik (Anbruch von Lawinen) bearbeitet. Diese sind die Grundlage für eine zeit- und räumliche Beurteilung der Lawinengefährdung.

Ist die Stabilität der Schneedecke gering und kommt es zu einem Lawinenanbruch, wird in der Gruppe "Lawinendynamik" das Fließverhalten der abgehenden Lawine erforscht. Hierbei werden u.a. Fragen bezüglich der Geschwindigkeiten und Drücke von Lawinen beantwortet. Aufwändige Messungen und Prozesse zur Optimierung von Simulationsprogrammen sind Teil der Arbeit. Dieses Wissen über die Auswirkung von Lawinen spielt für die Gruppe "Schutztechnik" eine wesentliche Rolle.

Unter Verwendung verschiedener Messtechniken (z.B. Laser, Kraftmesseinrichtungen) wird die Wirkung von Lawinen auf Objekte (wie etwa Schneefangnetze) untersucht. Zusätzlich werden kleinskalige Modellversuche im Labor durchgeführt. Die meisten forschungs- und anwendungsorientierten Fragestellungen erfordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der vier Bereiche. Für die Arbeiten zur "Gefahren- und Risikoanalyse" werden wissenschaftlich fundierte, integrale und sektorenübergreifende Managementkonzepte erstellt. Hierzu zählen beispielsweise die Erarbeitung von Gutachten für Seilbahngesellschaften oder Gemeinden sowie Risikokonzepte, die auf lokaler und regionaler Ebene effektive und effiziente Lösungsvorschläge beinhalten. Die Erkenntnisse der einzelnen Arbeitsgruppen ermöglichen es der Abteilung, ganzheitliche Entscheidungshilfen anzubieten.

Arbeitsschwerpunkte

  • Schneemechanik
  • Stabilität der Schneedecke
  • Lawinendynamik
  • Numerische Lawinensimulationsmodelle
  • Untersuchung von Lawinenschutzmaßnahmen
  • Schadlawinen
  • Bestimmung der Massenbilanz und Energiebilanz in der Schneedecke
  • Untersuchung der Kräfte und Bewegungen in der Schneedecke
  • Messung der Drücke und Geschwindigkeiten von Lawinen (Monitoring)
  • Entwicklung und Optimierung von Lawinensimulationsmodellen
  • Verifizierung von Lawinensimulationsmodellen anhand von Messergebnissen
  • Untersuchung der Wirkung von herkömmlichen und neuen Verbauungsmaßnahmen
  • Entwicklung von neuen Werkzeugen zur Abschätzung der Gefahrenpotenziale für Siedlungen und Verkehrswege
  • Vermittlung der Ergebnisse an Lawinenfachleute und Praktiker
  • Betreuung der Schadlawinendatenbank und Dokumentation


Forschung & Monitoring

Drohnen sollen Schneedecke kartieren

Die räumliche und zeitliche Verteilung von Schnee hat u.a. Einfluss auf das Naturgefahrenrisiko. Mit Drohnen lässt sich die Schneedecke kostengünstig kartieren.
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Mit unbemannten Luftfahrtzeugen regelmäßig WLV-Bauwerke überprüfen

Drohnen können kostengünstig Erhebungen von Geodaten durchführen. Das BFW erkundet die Einsatzmöglich- keiten dieser innovativen Technologie zur Erfassung von Einzugs­gebieten und Schutzwaldflächen.
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Schutzwälder können die Entstehung und Größe sowie teilweise auch die Richtung und Reichweite von Lawinen beeinflussen. Dies wird jetzt in physikalisch-numerischen Simulationsmodellen berücksichtigt.
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Waldflächen mit Schutzfunktion
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Wie identifiziert man objektiv und weitgehend automatisiert Waldflächen mit direkter Objektschutzfunktion gegenüber Steinschlag und Lawine? Dafür wurde jetzt eine Methodik entwickelt.
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CoSiCa - Lawinen in der Endlosschleife

Mithilfe von Simulationen definiert man in der Lawinenforschung Gefahren-
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Risikomanagementstrategien zum Schutz von Verkehrswegen im Alpenraum

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RIMES: Klimawandel und Naturgefahren-Risikomanagement im Energiesektor

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Unbemannte Luftfahrzeuge: NewFOR bringt Fernerkundungsdaten

Unbemannte Luftfahrzeuge, auch Drohnen genannt, werden in den letzten Jahren verstärkt als kostengünstige und flexible Methode zur Gewinnung von Fernerkundungsdaten eingesetzt.
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Schutzmaßnahmen

Das Institut für Naturgefahren beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von Schutzmaßnahmen und mit -strategien im Rahmen eines integralen Risikomanagements.
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Risikomanagement

Das Institut für Naturgefahren erarbeitet Krisenpläne und errechnet wie sich das Risiko unter verschiedenen Schutzmaßnahmen verringern kann.
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Team


Zeidler
Antonia

Gefahren- und Risikobeurteilung, Schneedeckenstabilität, Abteilungsleiterin
+43 (0) 512-
573 933-5108
Innsbruck, Zimmer 105


Adams
Marc

GIS, Fernerkundung, Risikomanagement +43 (0) 512-
573 933-5177
Innsbruck, Zimmer 106


Andrecs
Peter

Wildbach-Schadensanalyse, Wildbachstatistik +43 (1)
878 38-2215
Schönbrunn


Fischer
Jan-Thomas

Lawinendynamik und Simulation +43 (0) 512-
573 933-5102
Innsbruck, Zimmer 102


Fromm
Reinhard

Schneedecke und Prognose, Messtechnik +43 (0) 512-
573 933 5104
Innsbruck, Zimmer 104

Gigele
Thomas

Labor- und Messtechnik +43 (0) 512-
573 933-5123
Innsbruck, Zimmer 204

Stary
Ulrike

Wildbachhydrologie; Schneehydrologie, Hochwasserentstehung +43 (1)
878 38
-2278
Schönbrunn


Kofler Andreas
Schutztechnik
+43 (0) 512-
573 933 5175
Innsbruck, Zimmer 101.12

Kontakt

Abteilung für Schnee und Lawinen
Hofburg, Rennweg 1, 6020 Innsbruck
Abteilungsleitung PhD Antonia Zeidler

Tel: +43 (0) 512-573 933-5108
Fax:+43 (0) 512-573 933-5250
E-Mail: antonia.zeidler@bfw.gv.at


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