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Forstliches Vermehrungsgut
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Rechnung & Zulassungszeichen
Vermehrungsgut darf nur in Verkehr gebracht werden, wenn es von einem Etikett oder einem Dokument des Lieferanten begleitet ist. Im Regelfall ist dieses Dokument die ausgestellte Rechnung, die folgende Informationen zu beinhalten hat:

Rechnungen für Pflanzgut:
  • Botanischer Name sowie gegebenenfalls Unterart, Sorte, Klon, Klonmischung
  • Zulassungszeichen
  • Herkunftsgebiet für Vermehrungsgut der Kategorien quellengesichert und ausgewählt
  • Alter, Art (ob unterschnitten, verschult, getopft) bei Pflanzgut / Pflanzenteilen
  • Nummer des Stammzertifikats oder Einfuhrbewilligung
  • Kategorie
  • Art des Ausgangsmaterials
  • Angaben zum Ursprung für Vermehrungsgut der Kategorien quellengesichert und ausgewählt
  • Zweck: Zweckbestimmung (forstlicher Zweck, nichtforstlicher Zweck, besonderer forstlicher Zweck z.B. Schutzwaldsanierung, etc.)

    Beispiele für Pflanzgut-Rechnungen


Rechnungen für Saatgut:
  • Botanischer Name sowie gegebenenfalls Unterart, Sorte, Klon, Klonmischung
  • Zulassungszeichen
  • Herkunftsgebiet für Vermehrungsgut der Kategorien quellengesichert und ausgewählt
  • Reifejahr
  • Nummer des Stammzertifikats oder Einfuhrbewilligung
  • Kategorie
  • Art des Ausgangsmaterials
  • Angaben zum Ursprung für Vermehrungsgut der Kategorien quellengesichert und ausgewählt
  • Zweck: Zweckbestimmung (forstlicher Zweck, nichtforstlicher Zweck, besonderer forstlicher Zweck z.B. Schutzwaldsanierung, etc.)
Im Falle von Samen oder Früchten folgende zusätzliche Angaben, die von einer sachverständigen Stelle ermittelt worden sind:
Sachverständig ist jedes Forstsamen-Labor, das gemäß Akkreditierungsgesetz mit Bescheid dazu fachlich befähigt wurde.
  • Reinheit: Gewichtsanteile an Reinsaatgut, Saatgut anderer Arten und unschädlichen Verunreinigungen der in Verkehr gebrachten Saatgutpartie
  • Keimfähigkeit des reinen Saatguts oder für den Fall, dass die Keimfähigkeit nicht oder nicht ohne weiters ermittelt werden kann, die mit Hilfe einer spezifizierten Methode ermittelte Lebensfähigkeit
  • Tausendkorngewicht
  • Anzahl der keimfähigen Samen je Kilogramm des als Saatgut in Verkehr gebrachten Produktes - oder für den Fall, dass die Anzahl der keimfähigen Samen nicht oder nicht ohne weiters ermittelt werden kann, die Anzahl der lebensfähigen Samen je Kilogramm.

        Beispiele für Saatgut-Rechnungen


Zulassungszeichen (ZZ)
Das Zulassungszeichen definiert das behördlich zugelassene Ausgangsmaterial (Saatguterntebestände, Samenplantagen) für forstliches Saat- und Pflanzgut.

Bei ausgewähltem Vermehrungsgut:
Beispiel:   Fi 29(4.1/mm: 800-1200m)
               Fi                Abkürzung der Baumart (Auflistung der Abkürzungen siehe Anwendungsbereich)
               29               laufende Nummer des Bestandes
               4.1              Herkunftsgebiet
               mm             Höhenstufe
               800-1200m  Angabe der Höhenmeter dieser Höhenstufe
     
Anerkennungszeichen (AZ, bei älterem Material)
Beispiel:   B.Ah 12(IIB/1/9-13)
               B.Ah        Abkürzung der Baumart (Auflistung der Abkürzungen siehe Anwendungsbereich)
               12           laufende Nummer des Bestandes
               IIB          Wuchsgebiet
               1             Herkunftsgebiet (Wuchsbezirk)
               9-13        Höhenstufe

Bei Samenplantagen wird der laufenden Nummer ein P (für Plantage) vorangestellt. Bei Samenplantagen können die Zuchtpopulationen von Waldbäumen aus mehreren benachbarten Herkunftsgebieten oder mehreren aneinander grenzenden Höhenstufen zusammengestellt sein. In diesem Fall sind im Zulassungszeichen alle Gebiete und Höhenstufen angeführt (ohne Angabe der durchschnittlichen Seehöhen in Meter).
Beispiel: Ta P3(9.1,9.2/tm-mm) bzw. Lä P8(I/14+)

Bei Zulassungszeichen von quellengesichertem Ausgangsmaterial gibt es keine laufende Nummer des Bestandes und keine Angabe der Höhenmeter.
Beispiel:  H.Bu(8.1/sm)

Bei zugelassenen Pappelklonen sieht das Zulassungszeichen wie folgt aus:
Beispiel:  A/Pa-Pannonia/1/4/2006
A...Österreich        Pa...Pappel   -   Pannonia...Bezeichnung des Pappelklons
1...laufende Nr.     4...Nr.-Code für jeweiliges Bundesland    2006...Jahr der Zulassung

Angaben auf Rechnungen und Lieferscheinen aus nichtdeutschsprachigen Ländern sind oftmals schwierig zu deuten. Anhand der hier angeführten Vokabelsammlung der wichtigsten Ausdrücke wird das Zuordnen der wichtigsten Fachausdrücke erheblich erleichtert. In insgesamt 16 Sprachen stehen die maßgeblichen Fachausdrücke aus dem Bereich forstliches Vermehrungsgut zur Verfügung -> Fachausdrücke zum Herunterladen
Freundlicher Weise von der BLE Deutschland zur Verfügung gestellt.
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