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Ist Zuwarten eine Alternative?
Was passiert bei Nichtstun?
Ist Zuwarten eine Alternative?
Was passiert bei Nichtstun?
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in unseren Wäldern unterlassene Maßnahmen zur Bekämpfung von Borkenkäfern häufig zu großflächigem Absterben von Beständen führen können. Selbst in Naturwald ähnlichen Gebieten, wie zum Beispiel im Nationalpark Bayerischer Wald sowie in angrenzenden Waldteilen Tschechiens, konnte die rasante Ausbreitung der Käfer auf "natürliche Weise" im Laufe von 10 Jahren nicht gestoppt werden.

So hat man in den österreichischen Nationalparks Kalkalpen oder Hohe Tauern frühzeitig das Käferproblem erkannt und rechtzeitig entsprechende Bekämpfungsmaßnamen gesetzt.

Die natürlichen Gegenspielerarten wie Ameisenbuntkäfer, Insekten pathogene Pilze oder Schlupfwespen können bei derart hohen Populationen kurzfristig nicht mehr wirkungsvoll eingreifen.

Es wird daher streng abgeraten, Maßnahmen zur Borkenkäferbekämpfung zu unterlassen. Nichtstun würde den eigenen Wald wie auch benachbarte Bestände gefährden.


Krehan H., Steyrer G.
BFW © 2005