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Amtlicher Pflanzenschutzdienst
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Häufig gestellte Fragen

Muss ich auch zahlen, wenn alles in Ordnung ist?

Die Kontrollorgane des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes überprüfen bei ihren Kontrollen am Betriebsort die Einhaltung des ISPM Nr. 15 Standards der Internationalen Pflanzenschutzkonvention, welcher gemäß dem Pflanzenschutzgesetz 1995 i.dg.F und der EU-Richtlinie 2000/29/ EG für Verpackungsholz aus Drittländern vorgeschrieben ist. Für diese Überprüfung wird eine Gebühr laut Gebührentarif des BFW eingehoben, die zur teilweisen Abgeltung des Verwaltungs- und Kontrollaufwandes des Bundesamtes für Wald eingehoben werden muss.

Firmen, die nur europäisches Verpackungsholz aus dem EU Raum beziehen, sind bei einer Kontrolle durch den Pflanzenschutzdienst nicht zur Zahlung der Kontrollgebühr verpflichtet. Werden im Zuge der Kontrollen nicht ordnungsgemäß markierte oder behandelte Verpackungshölzer entdeckt, so wird die inspizierte Firma aufgefordert, das Verpackungsmaterial aus phytosanitären Sicherheitsgründen umgehend zu entsorgen (verbrennen). Bei Nichteinhaltung dieser Maßnahmen oder bei wiederholten Verstößen gegen diese EU-Norm wird vom Bundesamt für Wald eine Anzeige bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde gemäß den Bestimmungen des Pflanzenschutzgesetzes eingebracht.

Wie oft wird kontrolliert?

Der Großteil der Firmen wird einmal pro Jahr kontrolliert, bei Großimporteuren erfolgt die Inspektion des Verpackungsholz jedoch häufiger.

Warum wird bei mir kontrolliert, wenn ich die Ware von einem österreichischen Lieferanten bekomme, der ebenfalls schon kontrolliert wurde?

Da nach den EU-Bestimmungen keine Grenzkontrollen an der EU-Außengrenze vorgeschrieben sind und auch von keinem EU-Staat lückenlos durchgeführt werden (laut Expertenschätzungen der EU werden nur ca. 0,1% aller Container mit Verpackungsholz an den großen Häfen etc. phytosanitär kontrolliert), ist es äußerst unwahrscheinlich, dass bereits einmal in Italien oder sonst wo kontrollierte Verpackungshölzer in Österreich nochmals kontrolliert werden. Wenn Firmen ihre Ware von österreichischen oder ausländischen Lieferanten erhalten und es technisch möglich ist, dann empfehlen wir, diese auf EU-Verpackungsholz umzupacken, denn dann sind keine Anforderung zu erfüllen. Uns interessiert ausschließlich das Verpackungsholz und nicht die Ware. Österreichische Lieferanten, die die Ware auch bei sich lagern, werden von uns naturgemäß in kürzeren Abständen kontrolliert, jedoch können sie nicht lückenlos kontrolliert werden, weil der Warenumsatz zu groß ist. Wenn Sie allerdings mit dem Lieferanten eine Vereinbarung treffen, dass Sie nur bereits beschautes Verpackungsholz beziehen möchten, dann können wir die Lieferungen, die für Sie vorgesehen sind, auch beim Lieferanten begutachten, müssen dabei aber bei jeder Lieferung vor Ort sein. Dies ist außerdem nur bei österreichischen Firmen möglich.

Wenn ich Verpackungsholz aus Nicht-EU-Staaten empfange, wie oft und wo muss ich es melden?

Es ist nur eine einmalige Meldung gesetzlich erforderlich (Meldeformular). Sollten Änderungen in der Menge oder in der Art des Verpackungsmaterials (z.B. es wird kein kontrollpflichtiges Rohholz mehr, sondern verarbeitetes Holz wie Sperrholz- oder INKA-Paletten empfangen), dann muss eine neuerliche Meldung erfolgen.

Was ist bei einer Importkontrolle zu beachten?
  1. Anmeldung des Importes -> Information des Pflanzenschutzdienstes, um Termin für die Kontrolle zu fixieren
  2. Dokumentenkontrolle, Identitätskontrolle, Zeugniskontrolle
  3. Überprüfung der Registriernummer des Importeurs
  4. Überprüfung der Sendung
  5. Bei Beanstandung (Befall, Bohrlöcher, unsachgemäße Behandlung) -> Probennahme und Zurückweisung oder Vernichtung
  6. Ausstellen des Gebührenbescheides
  7. Abstempeln des Pflanzengesundheitszeugnises (Freigabe oder Verbot)
  8. Kopie der wichtigsten Frachtpapiere und Einbehalt des abgestempelten Phytozertifikates
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