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Borkenkäfergefahr nach Harvestereinsatz
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Borkenkäfergefahr nach Harvestereinsatz
Vielerorts werden Durchforstungen mit Harvester durchgeführt. Bei dieser Form des Maschineneinsatzes bleibt jedoch naturgemäß viel Schwachholz, Ast- und Kronenmaterial im Bestand zurück, wodurch sich allgemein die Borkenkäfergefahr, insbesondere durch den Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) erhöht.
Im Optimalfall sollte das bruttaugliche Material gehäckselt werden. Ist dies nicht gewünscht oder möglich, kann durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen die Gefahr einer Borkenkäfervermehrung und damit einer Bedrohung von stehenden Fichten deutlich herabgesetzt werden.

Bestand nach Harvestereinsatz

Die Flugzeit des Kupferstechers steigt, im Gegensatz zum Buchdrucker, im Laufe des Jahres kontinuierlich an. Seinen Flughöhepunkt erreicht er während des Sommers. Vor und während dieser Zeit besteht große Wahrscheinlichkeit, daß die Bruttauglichkeit des im Bestand verbliebenen Materials gegeben ist und vom Kupferstecher befallen wird.


Flugverlauf des Kupferstechers


Für eine Minderung des Befallsrisikos sind folgende Punkte zu beachten:
  • Der günstigste Zeitpunkt für eine Durchforstung während der Vegetationsperiode ist nach dem Hauptflug des Kupferstechers gegeben. Auf unseren Versuchsflächen erreichte dieser Borkenkäfer seinen Flughöhepunkt im Lauf des Juli (siehe Flugverlauf des Kupferstechers), daher bietet sich die Zeit von Mitte August bis Ende September für eine Harvesterdurchforstung besonders an, da einerseits das Astmaterial noch austrocknen kann und im nächsten Jahr nicht mehr fängisch ist, andererseits nur mehr wenige Kupferstecher schwärmen.
  • Die Austrocknung kann durch entsprechende Maßnahmen (Stammstücke nicht mit Reisig abdecken, Ablängung in kürzere Stücke etc.) beschleunigt werden.
  • Das im Bestand verbleibende Material sollte zu einem späteren Zeitpunkt stichprobenartig auf Käferbefall kontrolliert und gegebenenfalls bekämpfungstechnisch behandelt werden.
Tomiczek Ch., Pfister A.
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