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Auswirkungen der Versieglung einfach berechnen
Das BFW und die WLV-Gebietsbauleitung Salzkammergut haben für die Praxis ein Hilfsmittel erarbeitet, mit dem die Auswirkungen von Versiegelungen auf die Abflussspitze und –fracht einfach zu berechnen sind.

Während aus unbebautem Gelände nur ein geringer Teil der Niederschlagsmenge oberflächlich abfließt und im Vorfluter abflusswirksam wird, tritt der Abfluss aus versiegelten Flächen verstärkt und beschleunigt auf, was neben der ungünstigen Beeinflussung des Gesamtwasserhaushaltes der Siedlungsgebiete die Hochwassersituation verschärft.

Um den Informationsstand zu den Auswirkungen von Versiegelungen auf die Abflussbildung zu verbessern und nachvollziehbare Bewertungs- und Berechnungsgrundlagen zu erhalten, wurden vom Institut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen am BFW in Kooperation mit der Gebietsbauleitung Salzkammergut des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) sowie der WLV-Sektion Oberösterreich Untersuchungen zur Abschätzung des Änderungspotenzials der Abflussverhältnisse in einem alpinen Siedlungs- und Tourismusgebiet durch Versieglungen durchgeführt.

Berechnungstool als Excel-Datei vorhanden

Im Zuge des Interreg-Projektes MONITOR wurde ein Hilfsmittel zur einfachen Berechnung der Auswirkungen von Versiegelungen auf Abflussspitze und -fracht erarbeitet. Das Berechnungstool, eine Excel-Datei, ist bei der WLV-Sektion Oberösterreich oder am BFW erhältlich.

Download: Berechnungstool als Excel (2 MB)
Erläuterungen dazu: Artikel aus der Zeitschrift "Wildbach- und Lawinenverbau" (Jg. 71, Heft 156, Seite 164 - 173) pdf, 720 kB

Als Eingangsgrößen sind die Niederschläge nach der oberösterreichischen Starkregenauswertung enthalten, es können auch andere Niederschlagsdaten verwendet werden. Der Anwender gibt die aktuellen Abflusseigenschaften (Abflussbeiwertklasse und Rauhigkeit) ein und vergibt je nach Detailliertheit der zur Verfügung stehenden Unterlagen einen künftigen Versiegelungsgrad in Form eines Durchschnittswertes für die Fläche oder als unterschiedliche Versiegelungsgrade von Teilflächen (für Zufahrt in Asphalt, Zufahrt aus Rasengittersteinen, bebaute Fläche, Garten, etc.).

Damit werden Abflussspitze (HQ) und maximale Fracht (V) der unbebauten und der bebauten Fläche berechnet. Es können Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen simuliert, Muldenversickerung und Retentionsmaßnahmen einzeln oder kombiniert berechnet werden.

Die vorliegenden Produkte
  • Entscheidungsdiagramm zur Beurteilung von Versiegelungen und Maßnahmen
  • Anleitung zur Beurteilung der Abflussdisposition vor der Versiegelung
  • Berechnungstool zur Quantifizierung von Änderungen der Abflussspenden
stellen den ersten Schritt zur objektivierten Erfassung der Auswirkungen von Versieglungen auf das Abflussgeschehen dar.

Ansprechperson: Mag. Bernhard Kohl, Institut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen, Innsbruck, Tel. 0512/573 933 - 5132, bernhard.kohl@uibk.ac.at
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