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BFW-Praxisinformation 18: Endergebnisse der Studie zum Holz- und Biomassenaufkommen in Österreich (HOBI)
Die jährliche Holzeinschlagsmeldung des BMLFUW zeigt eindeutig: Die Holz- und Biomasse­nutzung aus Österreichs Wäldern ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Wurden in den Jahren 1992-2002 im Durchschnitt jährlich 13,8 Mio. Efm ohne Rinde genutzt, stieg dieser Wert für die Jahre 2003-2007 auf 18,1 Mio. Efm, eine Erhöhung um 30%. Mit über 21,3 Mio. Efm ist im Jahr 2007 die bisher größte Nutzungsmenge in Österreich erreicht worden.

Die laufenden Bemühungen, den nachwachsenden Rohstoff Holz als genialen Werkstoff und erneuerbaren Energieträger vermehrt einzusetzen, werden auch in Zukunft für ein hohes Niveau der jährlichen Nutzungsmengen sorgen. Gleichzeitig muss die multifunktionale Waldbewirtschaftung neben der Holznutzung auch andere Anforderungen an den Wald in ausreichender Menge und Qualität erfüllen und dabei eine nachhaltige Erreichung aller relevanten Ziele sicherstellen. Diese umfangreiche Heraus­forderung war Anlass, auf der Grundlage der aktuellen Zahlen der Österreichischen Waldinventur das Potenzial der nachhaltig nutzbaren Holz- und Biomassemengen für einen Zeitraum von 20 Jahren zu bestimmen.

Ausgehend vom Waldwachstum waren dabei Einschränkungen für die Holz- und Biomassennutzung infolge Auflagen aus dem Forstgesetz und dem Naturschutz, aus der geforderten Wirtschaftlichkeit und der Erhaltung nachhaltiger Nährstoffvorräte in den Waldböden quantitativ zu berück­sichtigen. Nicht alles, was im Wald zuwächst (theoretisches Potenzial), darf bzw. kann infolge dieser Einschränkungen auch tatsächlich aus dem Wald entnommen werden. Das tatsächlich verfüg­bare Potenzial war für verschiedene Rahmen­bedingungen und Entwicklungen in Form von Szenarien zu bestimmen.

Diese Studie war nur möglich, weil die notwendigen Daten aus einer Reihe von Langzeiterhebungen des BFW verfügbar sind. Diese Inventur- und Dauer­beobachtungsprogramme sind trotz der damit verbundenen Kosten eine unverzichtbare Grundlage für eine realitätsnahe und zuverlässige Beantwortung derartiger Fragestellungen. Auch die umfangreichen Vorarbeiten zur Entwicklung des Waldwachstums­simulators PROGNAUS haben diese Studie erst ermöglicht.

Unterstützt wurde das BFW bei dieser Arbeit durch die BOKU-Institute für Waldwachstumsforschung und für Waldökologie, durch das Umweltbundesamt und BirdLife Österreich sowie durch das Institut für Bodengesundheit und Pflanzenernährung der AGES. 

Weitere Informationen

Download der BFW-Praxisinformation 18
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Konzept
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Prognose
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Sortimente
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Rahmenbedingungen
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Nährstoff-Nachhaltigkeit
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Energiewälder im Kurzumtrieb
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Naturschutz
Holz- und Biomassenaufkommensstudie: Zusammenschau und Schlussfolgerungen
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