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Herkunftsberatung.at - richtiges forstliches Saat- und Pflanzgut
Bevor geerntet werden kann, muss gepflanzt werden dieser Leitsatz aus der Landwirtschaft gilt gleichermaßen für forstliche Kulturen. Dabei ist die Bedeutung des richtigen Saat- und Pflanzenmaterials bei forstlichen Kulturen noch größer als bei landwirtschaftlichen, denn die einmal gewählte Herkunft ist die Produktionsgrundlage für viele Jahrzehnte. Falsche oder ungeeignete Herkünfte können fatale ökonomische Folgen haben.



Neben einem Totalausfall mit zusätzlichen Kosten für Pflanzung, Pflege und Schutz belastet vor allem die Verwendung schlecht wüchsiger oder krummer Herkünfte das Betriebsergebnis. So kann bei Nadelhölzern (zum Beispiel Fichte) der Unterschied zwischen den schlechtesten und den besten Herkünften bis zu 100 % des Deckungsbeitrages (pro ha) betragen. Noch größer ist das Optimierungspotenzial bei Laubhölzern (wie etwa Buche und Eiche): Die besten Herkünfte können einen dreimal höheren Deckungsbeitrag erzielen als die schlechtesten.

Auswahl des besten Saat- und Pflanzguts

Um dem Waldbewirtschafter und der Waldbewirtschafterin die Wahl des richtigen Saat- und Pflanzgutes zu erleichtern, hat das Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Österreich einen neuen Service entwickelt. Auf der Webseite www.herkunftsberatung.at kann sich jeder kostenlos über das beste Saat- und Pflanzgut für seinen Forststandort informieren.
Diese Online-Herkunftsberatung basiert auf dem Register der zugelassenen Plantagen und Saatguterntebestände des Bundesamtes für Wald, den Ergebnissen von Herkunftsversuchen am BFW und den behördlich angemeldeten Saatgutbeerntungen in Österreich.

Einfache Bedienung

Der Einstieg erfolgt über die Katastralgemeinde oder die gewünschte Baumart. So erfährt der Nutzer, in welchem Wuchsgebiet die Fläche sich befindet und welche Baumarten dort gepflanzt werden können. Anschließend wählt er die gewünschte Höhenstufe aus und erhält eine Liste der in seinem Wuchsgebiet durchgeführten Beerntungen. Er bekommt Informationen über den Erntezeitpunkt und die Menge an geerntetem Saatgut sowie über die Qualität des Ausgangsbestandes. Zudem werden das Zulassungszeichen des Bestandes und das Stammzertifikat angegeben. Mit diesen Daten kann der Nutzer das gewünschte Saatgut bei Baumschulen abfragen.

Suchergebnis auf Merkzettel speichern

Der Nutzer kann die für ihn interessanten Herkünfte auf einem Merkzettel speichern und diesen zusammen mit einer Liste von regionalen und überregionalen Baumschulen ausdrucken. Einzig die Nachfrage bei Baumschulen und die Pflanzenbestellung können noch nicht über die Herkunftsberatungs-Website erfolgen, denn das tatsächliche Pflanzenangebot kann in der Pflanzsaison beträchtlich schwanken.

Linktipp

Herkunftsberatung-Website: www.herkunftsberatung.at

Auskunft: Dr. Silvio Schüler, Institut für Genetik, Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW), 1140 Wien
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