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Waldzustandsmonitoring
Im Jahre 1985 wurde im Rahmen der Genfer Luftreinhaltekonvention (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution - CLRTAP) der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) das International Co-operative Programme on Assessment and Monitoring of Air Pollution Effects on Forests (ICP Forests) begründet. Derzeit nehmen rund 40 Länder an diesem Programm teil. In der über 25-jährigen Geschichte des ICP Forests wurde eines der weltweit größten Biomonitoring-Netzwerke entwickelt. Die Ergebnisse aus diesem Netzwerk liefern Informationen zu Waldgesundheit, Luftverschmutzung, Klimawandel und Biodiversität.

Das Waldzustandsmonitoring wird im Rahmen von ICP Forests - in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Union - auf zwei verschiedenen Intensitätsstufen (Levels) - harmonisiert gemäß dem akkordierten ICP Forests Manual durchgeführt (Abbildung 1):
  • Level I: Bereitstellung eines periodischen Überblickes über die räumliche und zeitliche Variation des Waldzustands im Hinblick auf anthropogene und natürliche Stressfaktoren auf rund 6000 europaweit harmonisierten Monitoringflächen;
  • Level II: Beiträge zu einem besseren Verständnis der Wirkungszusammenhänge zwischen dem Zustand der Waldökosysteme und anthropogenen und natürlichen Stressfaktoren durch intensive Überwachung auf rund 500 Monitoringflächen in ausgewählten europäischen Waldökosystemen.

Abbildung 1: Level I Flächen 2012 des ICP Forests nach Waldtypen

Für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurden die vom ICP Forests entwickelten Maßnahmen zum Waldzustandsmonitoring durch mehrere Verordnungen der EU Kommission ab 1986 verpflichtend vorgeschrieben und aus EU Mitteln kofinanziert. In Österreich wurde mit dem EU-Beitritt dadurch die volle Teilnahme an diesem Programm ermöglicht und durch das BFW umgesetzt.

Mit dem Auslaufen der EU-Verordnungen und dadurch auch der Kofinanzierungen mussten aus finanziellen Erwägungen die Monitoringaktivitäten auf Level I im Jahre 2006 eingestellt werden. In den Jahren 2009/10 wurden unter dem Projekt "Further Development and Implementation of an EU-Level Forest Monitoring System" (FutMon) mit Mitteln aus LIFE+ - dem Finanzierungsinstrument der EU für Natur- und Umweltprojekte - sechs der Level II-Flächen zu sogenannten "Kern-Intensivbeobachtungsflächen" technisch aufwendig aufgerüstet und im Gegenzug vier der bisherigen 20 Intensivbeobachtungsflächen stillgelegt. Seit dem Auslaufen des Projektes FutMon Mitte 2011 können die Aktivitäten auf Level II - insbesondere die Erfassung und Analyse der nassen Deposition und die Nadelanalysen - nur durch entscheidende finanzielle Unterstützung der Bundesländer und durch Sonderfinanzierung des Ministeriums weitergeführt werden (Abbildung 2).


Abbildung 2: Level II-Flächenin Österreich

Weitere Informationen

Regionsbericht Nordwest: Level-II-Reg-Nordwest2012-end.pdf

Regionsbericht West: Level-LL-Reg-West-2012-end.pdf

Regionsbericht Süd: Level-LL-Reg-Sued-2012-end.pdf

Regionsbericht Ost: Level-II-Reg-Ost2012-end.pdf

Regionsbericht Nord: Level-LL-Reg-Nord-2012-end.pdf

Jahresergebnisse der Monitoringaktivitäten auf den Level II-Flächen sind auf der Waldmonitoringseite des BFW zu finden und tagesaktuelle Messwerte der Messstationen auf den Kern-Intensivbeobachtungsflächen auf der Seite der Waldökodaten.
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