Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Institut für Waldgenetik
Mitarbeiter suchenSuche
Forstwirtschaft europaweit vernetzen
Der Wald, der Baum, das Holz: drei Systeme, die den verschiedensten Ansprüchen gerecht werden müssen  - als Ökosystem, als Erholungsort und als Tisch, an dem wir sitzen. Der Grundstock für die Vitalität von Bäumen beginnt bei der Qualität des Saatguts. Genetische Untersuchungen tragen dazu bei, die günstigste Herkunft für den jeweiligen Standort zu bestimmen. Technische Methoden aus den Bereichen Chemie, Holzforschung und Botanik wiederum überprüfen die Qualität des Holzes - ein bereits seit Jahrtausenden genutztes, unentbehrlich gewordenes Baumaterial.
Um die Wald- und Holzforschung effizienter und "europäischer" zu machen, wurde mit Ende 2011 das Projekt "Trees 4 Future" gestartet mit dem Ziel, europäische Institutionen aus den Bereichen Forstgenetik, Forstpflanzenzüchtung und Forstökologie miteinander zu vernetzen, Analysemethoden und Modellierungsverfahren zu vereinheitlichen und zwischen den Laboren zu synchronisieren sowie eine webbasierte Plattform zum Austausch von Methoden und Daten einzurichten.  

"This project is a great opportunity. We need to be ambitious as well as courageous - we are aiming to  provide  access  to  research  infrastructures  and  services,  and  work  together  to  share  expertise,  build  new  innovative tools, and integrate resources into a long-term framework. This will be a great benefit to the scientific community, and - through improved research e.g. on adaptation of forests to the effects of climate change - to the whole society." (Luc Pâques , Koordinator)

Eckdaten: An dem Projekt sind 28 Partner aus 16 EU-Ländern beteiligt. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre, das Gesamtfördervolumen beläuft sich auf circa neun Millionen Euro und wird vom 7. Rahmenprogramm für Wissenschaft und Innovation kofinanziert. Das erste Projekttreffen fand im Januar 2012 in Orleans statt.


          


Wissenschaftliche Beteiligung aus Österreich im Rahmen von Trees 4 Future


Das Institut für Genetik (Abteilung Genomforschung) des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) ist im Rahmen dieser Forschungskooperation maßgeblich an genetischen Methoden zur Untersuchung von Saatgut beteiligt. Verbesserte Rückverfolgbarkeit von Pflanzenpartien in einer Aufforstung, über die Baumschule und das Saatgut zurück zum Saatgut-Erntebestand, würde waldbauliche Entscheidungen erheblich erleichtern, besonders im Hinblick auf den Klimawandel. Unterschiede in den Wachstumseigenschaften zwischen verschiedenen Herkünften von Waldbäumen existieren, sind aber derzeit noch schwer ursächlich nachzuweisen und mit genetischen Markern in Zusammenhang zu bringen. Das BFW leitet deshalb einen Teilaspekt des Projektes, in dem mittels verbesserter Marker die Zuordnung von Saatgut am Markt zu den ursprünglichen Erntebeständen erleichtert werden soll. Damit sollen alle Beteiligte in der Kette - von Eigentümern des Saatgut-Erntebestandes über Zapfenpflücker, Saatguthändler, Baumschulen und Pflanzenhändler - bessere Sicherheit über die biologische Qualität von Saat- und Pflanzgut erhalten. Insgesamt sechs Partnerlabors arbeiten an diesem Teilaspekt, und besonderes Augenmerk wird auf Lärchen, Eichen, Kiefern, Vogelkirschen, Buchen, Fichten und Pappeln gelegt.

Rückfragen
Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)
Institut für Genetik, 1140 Wien, Hauptstraße 7
Dr. Berthold Heinze

+43 (1) 878 38-2219
berthold.heinze@bfw.gv.at

 
NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum


INTERESSANTE WEBSEITEN

Borkenkäfer Monitoring ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2017