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Innoholz: den Wald neu aufladen
Regenstiefel, Arbeitsgewand und Spaten - Anpacken hieß es für die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Pferdewirtschaft, Tullnerbach, am 7. Mai 2013 im Versuchsgarten Tulln des Bundesforschungszentrums für Wald. Im Zuge des Projekts "Innoholz" begleiten die Jugendlichen den genialen Stoff Holz auf seinem Weg vom Samenkorn über den Baum weiter bis zur Holzverwendung.

Und den ersten Schritt setzten sie selbst: Pappelklone wurden eingepflanzt. Das sind Holzstecklinge, die in die Erde eingegraben werden. Jede Schülerinnen und jeder Schüler bekommt 20 Steckhölzer, die vorher gewogen, vermessen und dann im Versuchsgarten gepflanzt werden. Mit dem Spaten wird ein Loch gemacht, das Steckholz reingegeben und die Erde wieder drum herum gefüllt.

Wer wächst am höchsten?
Nächstes Jahr gibt es ein Wiedersehen. Dann wird die Höhe der Pappelklone gemessen und es wird verglichen, welcher Klon am besten gewachsen ist. Bis dahin heißt es für die Jugendlichen warten und schätzen. Denn: Wer am besten errät, wie hoch sein Klon in einem Jahr wächst, gewinnt etwas, was für die Jugendlichen sicher interessant ist: eine Wertkarte für das Handy.



Im Rahmen von Innoholz wird Prozessverständnis vermittelt: vom Saatgut bis zur Holzverwertung, Fotos: BFW

"Im Zuge des Projekts sollen die Jugendlichen ein Verständnis für die Unterschiede bei Wüchsigkeit und Massenzuwachs einzelner Baumarten bekommen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Thomas Geburek, Leiter des Instituts für Waldgenetik des BFW. Sein zentrales Anliegen sei es, die starke genetische Variabilität von Bäumen innerhalb einer Art, in diesem Fall der Pappel, zu vermitteln. Pappeln sind raschwüchsig, werden im Kurzumtrieb nach fünf bis zehn Jahren umgeschnitten und in Biomassekraftwerken thermisch verwertet.

Innovativer Werkstoff

Holz vom Samen bis zum Endprodukt - ein uralter Werkstoff wird im Projekt Innoholz neu entdeckt, gefördert von FFG und BMVIT. Vom "was und wie viel wächst warum im Wald" wird ein Bogen gespannt von der Waldgenetik über Holzeigenschaften und -inhaltsstoffen, der Verwendung von Holz als Werkstoff und Energieträger bis hin zu innovativen Verarbeitungstechniken. Neben der Fachschule für Pferdewirtschaft sind noch sechs weitere Schulen aus der Region beteiligt. Projektleiter ist die Österreichische Bundesforste AG.

Weitere Projektpartner: Universität für Bodenkultur, Gruber Holz, Biomassekraftwerk Wien-Simmering/Wien Energie, Forstverwaltung-Sägewerk Stift Heiligenkreuz, INNOC (HappyLab)

Rückfragen: DI Christian Lackner, Öffentlichkeitsarbeit, DW - 1218, 0664/841 27 02, christian.lackner@bfw.gv.at


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