Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Institut für Waldschutz
Mitarbeiter suchenSuche
Dem Erlensterben auf der Spur
Die Grauerle stellt in den meisten flussbegleitenden Waldbeständen im Ostalpenraum die häufigste Baumart dar und ist als Leitart dieser Flussauen von zentraler ökologischer Bedeutung sowie unverzichtbar als Pioniergehölz zur Uferfestigung. Ebenso wie die Schwarzerle ist diese Baumart jedoch vom Absterben bedroht, das bereits vor 13 Jahren im Gebiet der Mur beobachtet wurde und sich im vergangenen Jahrzehnt stark ausgeweitet hat.

Ursache des Absterbens noch unklar

Ein Schwerpunkt liegt derzeit im Bereich des oberen Murtales und sämtlicher Zuflüsse der Mur, wo der Grauerlenbestand in manchen Abschnitten bereits stark zurückgegangen ist. Beim Absterben der Schwarzerlen ist Phytophthora alni als häufigste Ursache unbestritten.  Dennoch ist derzeit noch unklar, ob das großflächige Absterben der Grauerlen im österreichischen Alpenraum mehrheitlich auf diesen Faktor zurückzuführen ist oder ob andere Ursachen dazu kommen. In der Fachliteratur ist mehrfach belegt, dass ungepflegte, also nicht durchforstete Grauerlenbestände nach einiger Zeit zusammenbrechen, was auf eine steigende Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen im Wasserangebot zurückgeht.
© BFWGrauerlensterben in der Steiermark

Die vorliegende Projektstudie soll durch Detailuntersuchungen zur Analyse der Wechselwirkungen zwischen Phytophthora-Arten, anderen Pathogenen (z.B. im Stamm minierende Insekten), Witterung, standörtlichen Faktoren und Änderungen in der Wasserversorgung beitragen. Außerdem sollen Strategien abgeleitet werden, die eine Erhaltung der bedrohten Grauerlenbestände gewährleisten.

Spezifischer Leitfaden für Sanierungskonzepte

Daraus wird ein Leitfaden formuliert, der sich an Forst- und Wasserbaubehörden, Forstbetriebe und Waldbesitzer richtet. Entsprechend der Verbreitung und der Zusammensetzung der Phytophthora alni-Populationen werden an die spezifische Situation angepasste Sanierungskonzepte für die Sicherung der uferstabilisierenden und ökologischen Funktionen der flussbegleitenden Erlenbestände erstellt. Darüber hinaus erfolgt eine Kartierung erkrankter Grauerlenbestände entlang von Flüssen in der Steiermark zur Feststellung der Verbreitung, des Ausmaßes und der Verteilung des Absterbens sowie des Symptomkomplexes und der beteiligten pathogenen Faktoren. Kooperationspartner ist das Amt der steiermärkischen Landesregierung.





NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum


INTERESSANTE WEBSEITEN

Borkenkäfer Monitoring ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2017