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Institut für Waldökologie und Boden
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Analyse auf Metaebene
Boden wird als (Umwelt-) Schutzgut erst seit relativ kurzer Zeit wahrgenommen. So wurden Bodenfunktionen mit Ausnahme der Produktionsfunktion bisher nicht bewertet. Erst in den letzten Jahren wurde in Österreich die Bewertung von Bodenfunktionen in der Forschung und im Rahmen internationaler Projekte wie TUSEC-IP oder UrbanSMS  vorangetrieben.

Integration von Bodenschutzbelangen

Vorreiter auf diesem Gebiet sind Oberösterreich und Salzburg, die bereits Leitfäden und Strategien für eine verbesserte Integration von Bodenschutzbelangen in Raumplanungsverfahren erarbeitet und Werkzeuge zur Bewertung in Testregionen erstellt haben. Damit stehen erste Ansätze für transparente und nachvollziehbare Methoden zur Bewertung wesentlicher Bodenfunktionen wie Standort für Bodenorganismen, Standortspotenzial für natürliche Pflanzengesellschaften, natürliche Bodenfruchtbarkeit, Abflussregulierung, Filter und Puffer für (Schad-) Stoffe und Puffer für saure Einträge zur Verfügung.

Projektion auf Testgebiet

Zum einen ist es notwendig geworden, einzelne Bodenfunktionsbewertungen in eine integrative Zusammenschau einzubetten, die die Wechselwirkungen zwischen Indikatoren und Bewertungsparametern berücksichtigt. Daraus soll ein Ansatz entstehen, der die Multifunktionalität von Böden darstellt.
Zum anderen soll überprüft werden, ob die gewählten Indikatoren überhaupt geeignet sind, die Auswirkungen des Klimawandels abzubilden. Eine umfangreiche Literaturrecherche und der Einsatz der statistischen Methode der Metaanalyse ermöglichen es, den Einfluss des Klimawandels auf einzelne Bodenparameter, soweit bisher untersucht, zu quantifizieren.
Am Beispiel einer Modellregion des oberösterreichischen Mühlviertels und Linzer Zentralraums soll im Verlauf des Projektes eine Projektion der Wechselwirkungsmatrix in ein reales Gebiet erfolgen.
© BFW
Boden ist ein schützenswertes Gut: zum Beispiel Kalkbraunlehm aus Österreich

Reaktion unter geänderten Bedingungen

Die in Österreich verfügbaren Datengrundlagen werden der im Projekt erzeugten Indikatorenmatrix gegenübergestellt und die Reaktion unter geänderten Klimabedingungen und Bewirtschaftungsmethoden sowie Landnutzungen ermittelt. Dabei wird festgestellt, welche Indikatoren geeignet erscheinen, unter den Bedingungen des Klimawandels Aussagen über die Änderung der Funktionsfähigkeit von Böden zu machen.
Schließlich wird als Ergebnis der Metadatenanalyse eine Indikatorenmatrix aus Nennung und Häufigkeit aller Indikatoren, die für die Bewertung von einzelnen Bodenteilfunktionen verwendet wurden, erstellt.

Projektpartner sind AGES, BOKU, IKT Petzenkirchen und Umweltbundesamt.

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