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Institut für Waldgenetik
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Bäume für die Zukunft
Der Wald, der Baum, das Holz: drei Systeme, die den  verschiedensten Ansprüchen gerecht werden müssen - als Ökosystem, als Erholungsort und als Tisch, an dem wir sitzen.

Der Grundstock für die Vitalität von Bäumen beginnt bei der Qualität des Saatguts. Genetische Untersuchungen tragen dazu bei, die jeweils günstigste Herkunft für den jeweiligen Standort zu bestimmen.  Technische Methoden aus den Bereichen Chemie, Holzforschung und Botanik wiederum überprüfen die Qualität des Holzes - ein bereits seit Jahrtausenden genutztes, unentbehrlich gewordenes Baumaterial. Um die Wald- und Holzforschung effizienter und "europäischer" zu machen, wurde mit Ende 2011 das Projekt "Trees4Future" gestartet mit dem Ziel, europäische Institutionen aus den Bereichen Forstgenetik, Forstpflanzenzüchtung und Forstökologie miteinander zu vernetzen,  Analysemethoden und Modellierungsverfahren zu vereinheitlichen und zwischen den Laboren zu synchronisieren sowie eine webbasierte Plattform zum Austausch von Methoden und Daten einzurichten.

Wissenschaftliche Beteiligung aus Österreich

Das Institut für Waldgenetik (Abteilung Genomforschung) des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) ist im Rahmen dieser Forschungskooperation maßgeblich an genetischen Methoden zur Untersuchung von Saatgut beteiligt. Verbesserte Rückverfolgbarkeit von Pflanzenpartien in einer Aufforstung, über die Baumschule und das Saatgut zurück zum Saatgut-Erntebestand, würde waldbauliche Entscheidungen erheblich erleichtern, besonders im Hinblick auf den Klimawandel.

Zuordnung von Saatgut

Unterschiede in den Wachstumseigenschaften zwischen verschiedenen Herkünften von Waldbäumen existieren, sind aber noch schwer ursächlich nachzuweisen und mit genetischen Markern in Zusammenhang zu bringen. Das BFW leitet jenen Projektteil, in dem mittels verbesserter Marker die Zuordnung von Saatgut am Markt zu den ursprünglichen Erntebeständen erleichtert werden soll. Damit sollen alle Beteiligten in der Kette - vom Eigentümer des Saatgut-Erntebestandes über Zapfenpflücker, Saatguthändler, Baumschulen und Pflanzenhändler - höhere Sicherheit über die biologische Qualität von Saat- und Pflanzgut erhalten.
Insgesamt sechs Partnerlabors arbeiten an diesem Teilaspekt; dabei wird besonderes Augenmerk auf Lärchen, Eichen, Kiefern, Vogelkirschen, Buchen, Fichten und Pappeln gelegt.

© BFW
Mittels Marker soll die Zuordnung von Saatgut zum Erntebestand erleichtert werden
© BFW
Eckdaten | An dem Projekt sind 28 Partner aus 16 EU-Ländern beteiligt. Projektlaufzeit: vier Jahre, Gesamtfördervolumen: circa neun Millionen Euro, wird vom 7. Rahmenprogramm kofinanziert

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