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Institut für Waldwachstum und Waldbau
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Initiative zur Schutzwaldverbesserung
Das Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) arbeitet seit 2010 gemeinsam mit dem Lebensministerium, den Landesforstdiensten und dem Forsttechnischen Dienst der Wildbach- und Lawinenverbauung am Projekt "Schutzwaldverbesserung - Initiative Schutz durch Wald (ISDW)". Im Zuge dieses Projektes widmet sich das BFW der Planung und Entwicklung des Schutzwaldes in Österreich mit dem Ziel der Verbesserung der Schutzwirkung speziell von Objektschutzwäldern. Mit dem ISDW-Förderprogramm steht nun auch ein geeignetes Instrument für Planung und Durchführung von Maßnahmen im Objektschutzwald zur Verfügung.

Regionale und lokale Schutzwaldplanung

Die Arbeit im Schutzwald erfordert ein fachübergreifendes Denken auf verschiedenen räumlichen Ebenen. Gerade das BFW kann durch die Bündelung von Kompetenzen aus verschiedenen Fachinstituten bis hin zu den Ausbildungsstätten Antworten bei komplexen Fragestellungen anbieten. Auf regionaler Ebene steht  die forstliche Raumplanung vor der Herausforderung in Erweiterung und Präzisierung vorhandener Raumplanungsinstrumente (Waldentwicklungsplan, Gefahrenzonenplan), schutz-relevante Prozessflächen in Wald unter Einsatz neuer Daten und Methoden abzu- grenzen. Auf lokaler Projektebene geht es darum, präventive Behandlungsalternativen zu formulieren und diese nicht nur leistungsorientiert, sondern vor allem auch zukunftsgerichtet wirkungsorientiert zu evaluieren.
© BFW
Detailprojektgebiet ISDW - Wien Leopoldsberg

Laufende Verbesserung

Die Installation einer projektbegleitenden Datenerfassung soll die der lokalen Behandlungsentscheidung zugrunde gelegten Wachstums- und Schutzwirkungsannahmen kontrollierbar machen und eine laufende Verbesserung der Behandlung ermöglichen. Davon zu unterscheiden ist die Evaluierung der im Rahmen der Ländlichen Entwicklung der EU im Allgemeinen und durch ISDW im Speziellen gestalteten, regionalen Rahmenbedingungen der Schutzwaldbehandlung. Das BFW lieferte hier sowohl Beiträge im Rahmen der Halbzeitevaluierung der ländlichen Entwicklung der Periode 2007-2013, ist aber auch mit der Erstellung diesbezüglich relevanter Evaluierungsgrundlagen befasst.

Wald schützt vor Steinschlag

Ein konkretes Projektgebiet befindet sich am Nordostabfall des Leopoldsberges zur Donau. Es handelt sich dabei um einen steilen, skelettreichen Hang zwischen 200 und 400 Meter Seehöhe. Die Waldbedeckung bietet Schutz für eine Siedlung, die Bundesstraße zwischen Wien und Klosterneuburg sowie die Franz-Josefs-Bahn. Im ersten Schritt wurden der Standort, die Naturgefahrenprozesse und der Bestandeszustand erhoben. Ausgehend von der Analyse des Schadenspotenzials (vor allem Steinschlaggefahr) wurden unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Beschränkungen im Landschaftsschutzgebiet Döbling Maßnahmenflächen abgegrenzt. Dazu wurden Waldbaumaßnahmen und infrastrukturelle Ergänzungen wie etwa ein Wegneubau formuliert und vor Ort exemplarisch angezeichnet.

Erfolgreiches Konzept

Bisher konnten Detailprojekte in der Steiermark, Oberösterreich und Wien erfolgreich abgeschlossen werden und es sind noch weitere in Planung. Die wesentlichen Grundpfeiler für das Gelingen eines  ISDW-Projektes sind die Motivation der Grundbesitzer, kompetente Planung und die kontinuierliche Begleitung durch die Behörde.

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