Deutsch    English
Ausbildungsstätten Fachinstitute
Institut für Naturgefahren
Mitarbeiter suchenSuche
BFW-Praxistag 2014: Schutzwald und Naturgefahren
In den vergangenen 500 Jahren ist die Bevölkerung in den Alpen von 3,1 Millionen auf 13,9 Millionen (im Jahr 2000) gestiegen. Im Bergraum Österreichs verzeichnen vor allem Tourismuszentren und urbane Regionen einen deutlichen Zuwachs. Die Schadensdisposition in den Siedlungsgebieten erhöht sich deshalb und parallel dazu steigt die Bedeutung der Transport- und Transitinfrastruktureinrichtungen und deren Schadensanfälligkeit. 58 % der Landesfläche Österreichs (83.855 km²) sind Intensivzonen des Schutzes vor alpinen Naturgefahren, weitere 17 % sind extensiv von Wildbächen, Lawinen und Erosion bedroht:
  • Bisher wurden 12.991 Wildbäche und 5.975 Lawinen und ca. 25.000 Rutschungen (GBA) erfasst (Stand: 2010). Zwei Drittel des Bundesgebietes fallen in den Betreuungsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung, in Vorarlberg, Tirol, Kärnten und Salzburg sogar mehr als 80 % der Landesfläche.
  • Österreich hat einen Waldanteil von 47%, 19,3% davon sind Schutzwald.
  • In Österreich sind rund 35.000 Gebäude und 1500 km Verkehrswege von Wildbächen bedroht. Lawinen bedrohen vor allem den Lebensraum in den inneralpinen Tälern.
  • Jährlich werden vom Bund finanzielle Mittel (Förderungen) in der Höhe von über 69,6 Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds für den Schutz vor Wildbächen, Lawinen und Erosion bereitgestellt. Gemeinsam mit Beiträgen der Bundesländer und Interessenten (Gemeinden, Wassergenossenschaften, sonstige) stehen pro Jahr fast 122 Millionen Euro für Investitionen in aktive Schutzmaßnahmen zur Verfügung.
  • Von diese Mitteln werden ca. 73,9 % für Wildbachschutz, 14,1 % für Lawinenschutz, 4,9 % für flächenwirtschaftliche Maßnahmen (Schutzwald, Bewirtschaftung der Einzugsgebiete) und die restlichen 7,1 % für Maßnahmen zum Schutz vor Steinschlag und Rutschungen aufgewendet.
Die Summe der Wildbach- und Lawinenschadensereignisse nahm in den letzten Jahrzehnten ab, was auf die zahlreichen Schutzmaßnahmen und die intensive Forschungstätigkeit zurückzuführen ist. Auf gelöste Probleme folgen aber Neue. Der BFW-Praxistag 2014 setzte sich daher zum Ziel, einen Überblick zum Thema "Schutzwald und Naturgefahren" zu geben, auf die kommenden Herausforderungen hinzuweisen und neue Technologien und Erkenntnisse zu skizzieren.

Vorträge zum Herunterladen

Prozess Schnee- und Lawinen - Dr. Antonia Zeidler (BFW-Praxistag2014_schnee_lawine.pdf)
Wildbachprozesse - wie kommt es zum Hochwasser? - Maßnahmen in der Fläche - Dr. Bernhard Kohl, Mag. Klaus Klebinder, Dr. Gerhard Markart (BFW-Praxistag2014_Wildbach.pdf)
Der Objektschutzwald - Bedeutung und Herausforderung - DI Frank Perzl (BFW-Praxistag2014_Objektschutzwald.pdf)
Naturgefahren und Forstschutz - Dr. Christian Tomiczek, Dr. Thomas Cech, Dr. Gernot Hoch (BFW-Praxistag2014_Waldschutz.pdf)
Baumarten- und Herkunftswahl für den Schutzwald - Dr. Thomas Geburek, Dr. Silvio Schüler, Ing. Lambert Weißenbacher (BFW-Praxistag2014_genetik.pdf)
Schutz vor Naturgefahren im 3. Jahrtausend - Dr. Karl Kleemayr, BFW-Praxistag2014_Kleemayr_Schutzwald.pdf
Schutzwald und Naturgefahren aus der Sicht der Behörde
Innsbruck: Landesforstdirektor DI Josef Fuchs BFW_Praxistag_23012014-fuchs.pdf und DI Siegfried Sauermoser, WLV Sektion Tirol BFW-Praxistag2014-Sauermoser.pdf
FAST Ort, Gmunden: HR DI Wolfgang Gasperl BFW-Praxistag2014_Gaserl_WLV.pdf
NÜTZLICHE LINKS

Das BFW
Fachinstitute
Ausbildungsstätten
Bundesamt für Wald
Impressum


INTERESSANTE WEBSEITEN

Borkenkäfer Monitoring ISSW 2018 Innsbruck Herkunftsberatung Bodenkarte
FOLGEN SIE UNS

Youtube Facebook

Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft
Austria, 1131 Wien, Seckendorff-Gudent-Weg 8 | Tel.: +43 1 878 38-0, direktion@bfw.gv.at
BFW © 2017