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Forstliche Schad- und Nährstoffkontrollen:
Österreichisches Bioindikatornetz (BIN) erweitert sich
Seit 1983 werden beim Österreichischen Bioindikatornetz (BIN) Blätter und Nadeln von Waldbäumen als Bioindikator zum Nachweis und zur Entwicklung der lokalen und grenzüberschreitenden Immissionsbelastung  mit Schwefel, Fluor, Chlor und Quecksilber eingesetzt. Auch der Versorgungsgrad der Bäume mit Nährstoffen sowie das Verhältnis der Nährstoffe zueinander und deren zeitliche Entwicklung kann mit dieser Methode ermittelt werden. Neben diesen zumeist bundesweiten Fragestellungen bilden die Daten die Basis der forstfachlichen Gutachten der Landes-behörden in forstrechtlichen Verfahren (Feststellung von Immissionseinwirkungen nach dem Forstgesetz), sowie bei der Industrieanlagengenehmigung (u.a. Betriebsbewilligungsbescheide, Umweltverträglichkeitsprüfung). Im Internet sind die Daten grafisch aufbereitet unter BIN-Online zu finden. Die Darstellung ist in Form von Österreichkarten, Diagrammen und Tabellen möglich, in denen die Verteilung und die Entwicklung von Schad- und Nährstoffgehalten in Blättern und Nadeln von Waldbäumen dargestellt werden.


Neue Karten: Quecksilber, Bor, Kupfer, Chrom und Nickel

Aufgrund der zunehmend verbesserten Geräteentwicklung  (Mikrowellenaufschuss, ICP-OES, Quecksilberelementanalysator) im Labor wurden weitere Elemente (1992: Eisen, Mangan, Zink ab 2006: Quecksilber, ab 2013: Kupfer, ab 2014: Bor und ab 2016: Chrom und Nickel) in die Routineanalytik aufgenommen, die bis dato noch nicht in der Datenbank abgefragt werden konnten. Deshalb wurde jetzt ein Update vorgenommen: Ab sofort sind die bewerteten Gehalte in Kartendarstellung verfügbar (siehe Abbildung 1).
Zu Testzwecken wurden Proben aus dem Probenarchiv nachanalysiert, so sind die Ergebnisse des Startjahres des Bioindikatornetzes (1983) für alle Elemente verfügbar.
© BFW


Quecksilbergehalte 1996 (alle Baumarten)

Weiterführende Links:

Bioindikatornetz: www.bioindikatornetz.at
BIN-Online:
https://bfw.ac.at/ws/bin_online.auswahl
Einzelbaumwerte für Behörden:
https://bfw.ac.at/ws/bin_online_test.login


Transparenter Datenfluss

Bereits seit den 90er Jahren ist die Datenbank online abrufbar, wobei die Darstellungsmöglichkeiten in Form von Tabellen, Diagrammen und Karten sukzessive erweitert und verbessert worden sind. Gespeist wird sie direkt mit in der Oracle-Datenbank freigegebenen Labormesswerten. Internetabfragen lassen sich durch Selektionskriterien verfeinern, so kann zum Beispiel nach Element, Bundesland, BFI, politischer Bezirk, Höhenstufe, Wuchsgebiet und Untersuchungsnetz gefiltert werden. Verwendet werden die Daten von Forstbehörden, Waldbesitzer, Universitäten aber auch von wissenschaftlich Interessierten. Für Behörden besteht darüber hinaus die Möglichkeit nach Registrierung auch bewertete Einzelbaumwerte aus der Datenbank abzufragen, um einen Überblick über die lokale Belastungssituation und über die Nährstoffversorgung des Waldes zu erhalten.



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